Der Marburger Bund hat Ergebnisse einer bundesweiten Befragung zu Machtmissbrauch und sexueller Belästigung im Klinikalltag vorgestellt. Die Zahlen zeichnen ein alarmierendes Bild eines strukturellen Problems, das auch für Niedersachsen von großer Relevanz ist.
Sexismus und sexualisierte Gewalt sind keine Privatsache, sondern ein strukturelles Problem. Sie verletzten die Rechte und Würde von Frauen und sind Ausdruck eines höchst problematischen Frauenbildes. Festzustellen ist: Wir haben hier ein Männer-Problem.
Die vorliegenden Zahlen zum Gender Gap sind ein Warnsignal und Auftrag an uns Grüne in Regierungsverantwortung. Wir wollen dazu beitragen, dass sich die Lohn-, Zeit- und Rentenlücke endlich schließt.
Der Frauenfußball hat sich seinen Platz trotz jahrzehntelanger Benachteiligung selbst erkämpft – und genau deshalb verdient er heute volle Sichtbarkeit, Wertschätzung und Unterstützung. Noch ist eine volle Gleichstellung nicht erreicht, doch die EM 2029 gibt uns die Chance, das Tempo weiter zu erhöhen. Frauenfußball ist kein Anhängsel des Männerfußballs, sondern eine eigenständige, dynamische Erfolgsgeschichte.
Wir setzen uns für einen wirksamen Schutz der Frauen und eine starke Prävention ein: durch gute Bildung, den Abbau starrer Rollenbilder, die Stärkung wirtschaftlicher Unabhängigkeit von Frauen, bezahlbaren Wohnraum und eine klare politische Priorität für Gewaltverhinderung.
Eine Petition der Gewerkschaft ver.di für die Einführung des Internationalen Frauentages am 8. März als gesetzlichem Feiertag ist vom zuständigen Ausschuss des Landtages „mit Erwägung“ an die Landesregierung überwiesen worden.
Der Reformentwurf für das Niedersächsische Gleichberechtigungsgesetz (NGG) befindet sich im parlamentarischen Verfahren.
Im Juni-Plenum geht es bei den neuen rot-grünen Initiativen um die Stärkung der Geburtshilfe, besseren Jugendschutz in Sozialen Netzwerken, die intelligente Steuerung der Energiesysteme und verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität. Außerdem berät der Landtag über die Reform des Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetzes (NGG).
In diesen Zeiten ist Gleichstellung verstärkt Widerständen ausgesetzt und wird immer wieder in Frage gestellt. Gleichstellung ist kein ‚nice to have‘, sondern ein Menschenrecht und entscheidend für eine gelebte Demokratie.
Wir begrüßen es sehr, dass die Universität Vechta dank der Ernennung des Interimspräsidenten Prof. Thomas Bals und der Theologin Prof. Martina Blasberg-Kuhnke den Blick nach vorne richten kann.