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Blumenwiese statt Schottergärten!

Für mehr Artenschutz: Lebendige Blumenwiesen statt Steinwüsten!

Seit Jahren boomen Vorgärten aus Schotter. Für Insekten, die teils dramatische Bestandsrückgänge von bis zu 80 Prozent erleiden, sind jedoch nicht solche Steinwüsten, sondern blühende Grünflächen unverzichtbar. Ein weiteres Problem: Häufig werden nicht heimische Pflanzen in die Steinbeete gesetzt, die den hiesigen Tieren jedoch kaum oder gar keine Nahrung bieten. Die Bedeutung von Vorgärten ist immens für die Artenvielfalt und das Klima in der Stadt: Insekten und Vögel brauchen diese Fläche auf der Suche nach Nahrung und Nistplätzen. Außerdem liefern solche begrünten Flächen saubere, frische Luft - ganz im Gegensatz zu Kies, Schotter und Steinen.

Kommunen sollten ein Zuhause für Hummeln & Co. schaffen

Die rechtliche Situation ist ganz klar pro Biene: Derartige Steinflächen sind ein Verstoß gegen die niedersächsische Bauordnung und sollen noch in diesem Jahr zurückgebaut und begrünt werden. Nicht überbaute Flächen der Baugrundstücke müssen demnach zwingend Grünflächen mit Gras oder Gehölzen sein. Auch Pflasterungen, Plattenbeläge sind nur in geringem Maße zulässig. Die Vegetation muss auf nicht überbauten Flächen eindeutig überwiegen, so dass Umweltministerium in ihrer Antwort auf unsere Anfrage.

Wir appellieren daher an Kommunen und das Land: Sie sollten Haus- und Gartenbesitzer auf eine bienenfreundliche Gestaltung hinweisen und wo nötig die Bauordnung durchsetzen.

Unsere Ideen für insektenfreundliche Kommunen

  • Kommunale Flächen sollten ausschließlich mit heimischen Frühblühern, Stauden, Gehölzen und Bäumen gestaltet werden.
  • Auf die Verwendung von Totalherbiziden auf Grün- und Außenanlagen sollte komplett verzichtet werden.
  • Kommunale Grünflächen sollten frühestens zu einem Zeitpunkt gemäht werden, zu dem die Blütenpflanzen ausgesamt haben, so dass ihre dauerhafte Erhaltung auch ohne Neueinsaat möglich ist. Auf den Einsatz von Mulchmähern ist dabei zu verzichten. Soweit möglich sollen Blüh- bzw. Altgrasstreifen stehen gelassen werden beziehungsweise die Pflege durch Teilmahd erfolgen.
  • Bei Kompensationsflächen in den Bewirtschaftungsauflagen sollte der Einsatz von Totalherbiziden ausgeschlossen werden.   
  • Die Beleuchtung ist auf LED umzustellen. Das spart nicht nur Energie, sondern schützt auch Insekten.
  • Die Kommune könnte ein Informationsangebot für eine insektenfreundliche Gartengestaltung für die Bürger*innen bereitstellen.
  • Jede*r neue Grundstückeigentümer*in erhält Zwiebeln für bienenfreundliche Frühblüher und wird über die Regelungen der NBauO in einem persönlichen Schreiben aufgeklärt.

Aktuelle Meldungen

Neue Studie zur flächendeckenden Verbreitung von Pestiziden aus der Landwirtschaft Meyer: Pestizide sind ein flächendeckendes Problem und erfordern mehr Einschränkungen als im Niedersächsischen Weg geplant

Die Studie zeigt: Pestizide dringen bis in die entlegensten Winkel unseres Landes vor, auch weit entfernt von den ursprünglichen Einsatzorten. Diese Dauerbelastung ist eine Gefahr für die Gesundheit und eine wesentliche Ursache für den Artenschwund. Die Ergebnisse der...

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Grüne: Regierungsentwurf enthält viele Löcher und Leerstellen auf dem Weg zu mehr Artenvielfalt

SPD und CDU haben in ihren Gesetzentwürfen wesentliche Konflikte etwa um Gewässerrandstreifen und Pestizidverbote in Schutzgebieten erstmal ausgeklammert. Was die GroKo heute vorlegt als Weg zu mehr Artenvielfalt, hat noch viele Löcher und Leerstellen.

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Statement Grüne: Messlatte für das Regierungskonzept für Artenvielfalt ist das Volksbegehren – Klare Absage an Artenschutz light

Wir brauchen in Niedersachsen keinen Artenschutz light. Notwendig sind sehr weitreichende Maßnahmen für den Schutz von Pflanzen- und Tierarten, so wie es das erfolgreich gestartete Volksbegehren Artenvielfalt vorsieht. Wir werden die Gesetzesvorlagen des Umweltministers...

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Pressemeldung Nr. 51 vom

Volksbegehren Artenvielfalt Christian Meyer: Natur- und Artenschutz muss verbindlich werden - Absichtserklärungen ersetzen keine guten Gesetze

Die Vereinbarung ist noch nicht der große Wurf für Natur- und Artenschutz. Aber sie ist ein erster Erfolg für die mehr als 100 Unterstützerverbände des Volksbegehrens Artenvielfalt. Anscheinend hat die Landesregierung aus Bayern gelernt und wartet nicht erst die...

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Pressemeldung Nr. 80 vom

Agrarministerin lässt Rettungsinseln schreddern Christian Meyer: Otte-Kinast eher Schutzpatronin für Pestizide denn für Bienen

Agrarministerin Barbara Otte-Kinast will die Erlaubnis für das Wegschreddern von EU-geförderten Brachflächen erheblich ausweiten, was die Imkerverbände als Maßnahme gegen die Natur zu Recht scharf kritisiert haben.

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Statement Christian Meyer zur Ankündigung der Schottergärten-Broschüre

„Gegen das Insektensterben braucht es mehr als bunte Broschüren mit unverbindlichen Empfehlungen.“

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Statement Anja Piel zur Debatte Aktuelle Stunde Artensterben

Es reicht gerade nicht mehr, wie Umweltminister Lies mit ernster Miene die Probleme zu beschreiben und dann noch an die Kommunen und Bürger*innen zu mahnen, den Trend zu bequemen Schottergärten und pflegeleichten, aber ökologisch wertlosen Rasenflächen zu stoppen....

Pressemeldung Nr. 46 vom

Natur- und Artenschutz Christian Meyer: Schottergärten verstoßen gegen Bauordnung

„Die Rechtslage zu Schottergärten in Niedersachsen ist klar pro Biene. In Niedersachsen können und müssen die Kommunen schon jetzt gegen artenarme Stein- oder Schotterflächen vorgehen.“

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Pressemeldung Nr. 41 vom

Volksbegehren Insektenschutz Christian Meyer: Was unternimmt Niedersachsen zur Rettung der Bienen?

Da die niedersächsische SPD-Landtagsfraktion das bayrische Volksbegehren begrüßt hat, gehen wir davon aus, dass auch hier nun ein Bienenschutzgesetz auf den Weg gebracht wird. Die Bremser - vor allem im Agrarministerium - müssen endlich einsehen, dass Landwirtschaft...

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