Statement:Grüne: Wer heimlich fotografiert oder filmt, verletzt Würde und Selbstbestimmung

Es muss ein Ende haben, dass Täter, die andere Personen – zumeist Frauen und Mädchen – heimlich in intimen Situationen filmen oder fotografieren, bisher oft straffrei ausgehen.

Die rot-grüne Landesregierung hat eine Bundesratsinitiative mit dem Ziel, Strafbarkeitslücken bei sexuell motivierten Bildaufnahmen zu schließen, auf den Weg gebracht. Dazu sagt Evrim Camuz, rechtspolitische Sprecherin der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag:

Es muss ein Ende haben, dass Täter, die andere Personen – zumeist Frauen und Mädchen – heimlich in intimen Situationen filmen oder fotografieren, bisher oft straffrei ausgehen. Die Landesregierung setzt mit ihrer Bundesratsinitiative ein wichtiges Zeichen für den Schutz der sexuellen Selbstbestimmung und der Intimsphäre der Betroffenen.

Denn: Wer andere Menschen heimlich aufnimmt, wenn sie unbekleidet sind oder intime Handlungen vornehmen, begeht einen massiven Angriff auf ihre Würde und Selbstbestimmung. Dass solche Taten bisher nicht strafbar sind, ist unerträglich. Die Betroffenen – eben meist Frauen und Mädchen – werden so nicht nur zu Objekten degradiert, sondern leiden oft jahrelange unter den psychischen Folgen.

Die Bundesratsinitiative ist ein überfälliger Schritt, um diese Schutzlücken endlich zu schließen und Täter zur Verantwortung zu ziehen. Wir fordern die Bundesregierung auf, diesen Vorstoß zügig umzusetzen und den Opfern endlich den Schutz zu geben, den sie verdienen.

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