Statement:Grüne: Vollständiges Böllerverbot in den Kommunen muss an Silvester möglich sein

Umfragen belegen seit etlichen Jahren, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung eine ruhigere, sichere und saubere Silvesternacht wünscht. Ich finde, wir sollten die Diskussion über ein Verbot privater Böller und Raketen an Silvester auch in Deutschland offensiv führen.

Das Bündnis #böllerciao fordert ein bundesweites Verbot privater Silvesterböller und -raketen. In den Niederlanden wird es von Silvester 2026/2027 an verboten sein, Feuerwerk und Böller zu zünden. Dazu sagt Nadja Weippert, Sprecherin für Kommunalpolitik der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Niedersächsischen Landtag:

Die Niederlande machen vor, wie man Bevölkerung, Einsatzkräfte und auch Tiere an Silvester wirksam schützt – mit klaren, einheitlichen Regeln. Umfragen belegen seit etlichen Jahren, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung eine ruhigere, sichere und saubere Silvesternacht wünscht. Ich finde, wir sollten die Diskussion über ein Verbot privater Böller und Raketen an Silvester auch in Deutschland offensiv führen.

Ich unterstütze die Forderungen des Bündnisses #böllerciao, dem sich unter anderem Vertreter*innen der Polizei, aus der Medizin, von Tierschutzorganisationen und des Deutschen Kinderhilfswerks angeschlossen haben. An Silvester verletzen sich jedes Jahr Tausende Menschen durch Böller und Raketen, Rettungskräfte werden mit Feuerwerk angegriffen und geraten an ihre Belastungsgrenze, Feinstaubwerte erhöhen Gesundheitsgefahren, Tiere werden in Panik versetzt.

Das muss nicht sein, deswegen ist es an der Zeit, wie in den Niederlanden entschlossen zu handeln.

Wir Grüne haben schon häufig darauf hingewiesen: Pyrotechnik gehört in die Hände jener Personen, die sich damit auskennen und verantwortungsbewusst damit umgehen. Kommunen müssen die Möglichkeit haben, private Böller und Raketen vollständig zu untersagen, wenn Sicherheitslage, Umweltbelastung oder Tierschutz das erfordern. Schließlich können Feuerwerke auch zentral organisiert werden.

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