Statement:Grüne: Bonbon-Tarnung für Nikotin muss ein Ende haben
Die Pläne des Bundes zum Verbot vieler Zusatzstoffe sind kein radikaler Vorstoß, sondern eine schlichte, eher verspätete Notwendigkeit.
Medienberichten zufolge plant das Bundesernährungsministerium, eine Vielzahl gängiger Zusatzstoffe in E-Zigaretten zu verbieten. Dazu sagt Eva Viehoff, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag:
Wenn Zusatzstoffe Produkte mit erheblichen gesundheitlichen Risiken attraktiver machen, dann darf der Staat nicht zögern, er muss handeln. Vor allem dann, wenn es auch um den Schutz von Kindern und Jugendlichen geht. Die Pläne des Bundes zum Verbot vieler Zusatzstoffe sind kein radikaler Vorstoß, sondern eine schlichte, eher verspätete Notwendigkeit.
Denn: E-Zigaretten sind kein harmloses Lifestyle-Produkt, Nikotin ist ein Suchtstoff. Auch von den Zusatzstoffen der E-Zigaretten selbst gehen insbesondere durch deren Erhitzen gesundheitliche Gefahren aus. Sie lassen die Zigarette wie Süßigkeiten wirken, senken Hemmschwellen und verharmlosen die Risiken. Genau hier muss die künftige Regulierung ansetzen. Es muss ein Ende haben mit der Bonbon-Tarnung für Nikotin, das Vorsorgeprinzip gehört zu verantwortungsvoller Gesundheitspolitik.