Pressemeldung Nr. 1 vom

Debatte um zusätzlichen Feiertag Anja Piel: Ein Feiertag für alle

Darum geht’s

Die Große Koalition in Niedersachsen möchte möglichst schnell einen zusätzlichen Feiertag einführen. Wunschtag sei der Reformationstag. Diese Entscheidung wertet der Landesverband der Jüdischen Gemeinden als „untragbar“ und wendet sich in einem Anschreiben an die niedersächsischen Abgeordneten. 

Das sagen die Grünen

Anja Piel, Fraktionsvorsitzende

„Für uns ist klar: Wir sind für einen Feiertag für ALLE Menschen in Niedersachsen. Und das heißt: Es muss ein säkularer Feiertag sein. Wir finden den Europatag gut. In jedem Fall sollte der Entscheidung für einen neuen Feiertag eine breite gesellschaftliche Debatte vorausgehen und nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden.“

„Natürlich ist der Reformationstag vor allem ein Feiertag für die Protestanten. Und dass Luther bei all seiner historischen Bedeutung gegen Juden gehetzt hat, weiß die Große Koalition nicht erst seit dem Anschreiben von Michael Fürst. Wir hätten uns über eine ehrliche Debatte um einen Feiertag für alle Niedersachsen gefreut, daran haben SPD und CDU aber offensichtlich kein Interesse .“

Zum Hintergrund

Bereits in 2017 haben sich Grüne für einen neuen niedersächsischen Feiertag ausgesprochen und den Europa-Tag am 9. Mai dafür vorgeschlagen. Niedersachsen gehört mit neun gegenüber Baden-Württemberg, Sachsen und Bayern mit zwölf beziehungsweise 13 gesetzlichen Feiertagen zu den bundesweiten Schlusslichtern.

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