Pressemeldung Nr. 129 vom

Schremmer: Menschenwürdige Unterkünfte und Mindestlöhne für alle!

„Mich schockiert die offensichtliche Abwesenheit von menschenwürdigen Umgangsformen insbesondere gegenüber den ausländischen Beschäftigten durch einige Betriebe.“

Darum geht’s

Ministerpräsident Stephan Weil hat heute gemeinsam mit Abgeordneten aller Fraktionen Unterkünfte ausländischer Arbeitskräfte im Nordwesten Niedersachsens besucht, um sich vor Ort über die Bedingungen zu informieren, unter denen osteuropäische Werkvertragsarbeiterinnen und Werkvertragsarbeiter leben.

Das sagen die Grünen

Thomas Schremmer, arbeitsmarktpolitischer Sprecher

„Seit vielen Jahren weisen wir auf die katastrophalen Folgen unmenschlicher Ausbeutung von Arbeitskräften hin, für die wir einen viel zu hohen Preis zahlen: Menschlichkeit und Miteinander bleiben auf der Strecke.“

„Einige Unternehmen haben jegliches Maß bei ihrem Streben nach Gewinn verloren.“

„Mich schockiert die offensichtliche Abwesenheit von menschenwürdigen Umgangsformen insbesondere gegenüber den ausländischen Beschäftigten durch einige Betriebe.“

„Niedersachsen ist unter der schwarz-gelben Regierung nicht nur zum Niedriglohnland geworden, sondern auch ein unrühmliches Beispiel für den Umgang mit ausländischen Arbeitskräften. Da kommt die vorgebliche Einsicht der CDU zu spät und ist wenig glaubwürdig.“

„Die rot-grüne Koalition wird ihre Initiative für einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn verstärken, Landkreise und Gemeinden durch gesetzliche Regelungen bei der Wohnraumaufsicht unterstützen und Unternehmen fördern, die Tariftreue und gute Arbeitsbedingungen für sämtliche Beschäftigte zu ihrem Leitbild machen.“

Zum Hintergrund

Mitte Juli sind zwei rumänische Werkvertragsarbeiter der Meyer-Werft bei einem Brand in einer Unterkunft in Papenburg ums Leben gekommen. Die Brandkatastrophe hat eine Diskussion über die Umstände ausgelöst, unter denen osteuropäische Arbeitskräfte leben.

Rede Thomas Schremmer: Missbrauch von Werkverträgen bekämpfen!

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