Pressemeldung Nr. 957 vom

Kinderfreundliches Niedersachsen braucht mehr Initiativen des Landes

Mehr eigene Anstrengungen der Landesregierung für ein kinder- und familienfreundliches Niedersachsen hat die jugendpolitische Sprecherin der Bündnisgrünen im Niedersächsischen Landtag Meta Janssen-Kucz gefordert. "So sinnvoll gesellschaftliche Bündnisse auch sind, sie können eigene Initiativen des Landes nicht ersetzen", sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag (heute) in Hannover zur Gründung des Bündnisses "Für ein Leben mit Kindern".
Die Landesregierung habe die Verantwortung für die Kindertagesstätten vollständig auf die Kommunen abgewälzt. Es sei ein Armutszeugnis, dass nur für 4% der Grundschulkinder und für weniger als 8% der Kinder unter 3 Jahren ein Betreuungsplatz bereitsteht. "Warme Worte für die Kommunen reichen nicht aus. Das Land muss sich auch finanziell intensiver für eine bessere Versorgung engagieren", forderte Janssen-Kucz. Nicht mal mit dem Vorschlag, Nachmittagsbetreuungsangebote für Grundschulkinder zu fördern, habe sich Ministerin Trauernicht beim Ministerpräsidenten durchsetzen können.
Das Angebot der angekündigten sechs Familienserviceeinrichtungen, für die das Land auch nur eine Anschubfinanzierung bereitstellen will, reiche nicht aus, um alle Familien zu erreichen, die mehr Unterstützung benötigen.
Janssen-Kucz: "Bündnisse, Gemeinschaftsaktionen und Wettbewerbe erscheinen als bunte Seifenblasen, wenn die Ministerin im Alltag die Kinder im Stich lässt!"
Rt

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