Pressemeldung Nr. 167 vom

Ombudsstelle richtig und wichtig- Anlaufstelle für Missbrauch und Diskriminierung in Schulen und Tageseinrichtungen stößt auf breite Akzeptanz!

Darum geht’s

Das niedersächsische Kultusministerium hat auf Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Ina Korter die breite Akzeptanz der Anlaufstelle für Opfer und Fragen sexuellen Missbrauchs und Diskriminierung in Schulen und Tageseinrichtungen betont. Seit  Bestehen der Anlaufstelle im September 2012 haben sich insgesamt 623 überwiegend weibliche Hilfesuchende an die Ombudsstelle gewandt.

Knapp 1/3 der Fälle bezogen sich dabei auf sexuelle Grenzverletzungen oder sexuellen Missbrauch und ungefähr jeder Zweite auf den Themenbereich Mobbing und Diskriminierung.

Die Landesschulbehörde schätzt, dass sich landesweit in nur ca. 10% der Fälle die Vorwürfe mit sexuellem Bezug nicht bewahrheitet hätten.

19 Fälle liegen zur Zeit der Niedersächsischen Landesschulbehörde zum Thema sexueller Missbrauch bzw. sexuelle Grenzüberschreitung zur weiteren Klärung und Prüfung vor.

Das sagen die Grünen

Ina Korter, schulpolitische Sprecherin

„Die Einrichtung der Ombudsstelle hat sich schon jetzt bewährt. Die große Nachfrage zeigt, dass die Ombudsstelle angenommen wird und bereits nach kurzer Zeit eine hohe Akzeptanz in Niedersachsen hat. Ich bin froh, dass wir mit unserer Initiative alle Fraktionen von der Notwendigkeit überzeugen konnten.“

„Die landesweite Anlaufstelle ist ein deutliches Signal, dass die Landesregierung Probleme von sexuellem Fehlverhalten und Belästigung sowie Diskriminierung in Schulen und Tageseinrichtungen erkennt und sehr ernst nimmt.“

„Erschreckend ist nach wie vor die Zahl der Fälle sexuellen Fehlverhaltens. 15 Disziplinarverfahren und eine außerordentliche Kündigung sprechen dafür, dass die Fälle durchaus gravierend sind.“

 Zum Hintergrund

Die Grünen-Landtagsfraktion hatte sich bereits im September 2010 mit dem Antrag Konsequenzen aus den Fällen von sexuellem Missbrauch, Übergriffen und Diskriminierung in der Schule ziehen – eine Ombudsstelle für Schülerinnen und Schüler einrichten an den Landtag gewandt. Auf diese Initiative hin hatte der niedersächsische Landtag im März 2012 die Einrichtung der Anlaufstelle beschlossen, die im September 2012 die Arbeit aufnahm.

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