Pressemeldung Nr. 410 vom

Sander verweigert sich jeglicher Vernunft Niedersachsen muss unverzüglich eigene Klimaziele festlegen

Nach dem "Fiasko" der Kopenhagener Klimakonferenz hat der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel die Niedersächsische Landesregierung aufgefordert, "selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen". "Nicht abwarten - sondern handeln muss jetzt die Devise lauten", sagte der Grünen-Politiker am Montag (heute) in Hannover. "Niedersachsen darf nicht auf den nächsten Gipfel warten, sondern muss vorangehen und sich zur Festlegung und Umsetzung eigener engagierter Klimaschutzziele verpflichten!". Die ganze Welt brauche künftig energieeffiziente Technologien zur Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien und zur möglichst effizienten Wärmenutzung. Wenzel: "Wer dabei die Nase vorn hat, wird künftig die Standards weltweit definieren."

Umweltminister Sander erweise sich als unverbesserlicher Atomlobbyist; seine Forderung nach einem weltweiten Ausbau der Kernenergie sei eine "Absage an jegliche Vernunft". Der Umweltminister müsse zur Kenntnis nehmen, dass die Atomindustrie jenseits aller Risiken durch Proliferation, Kernschmelze und ungelöster Endlagerung nur mit staatlichen Dauersubventionen bis heute überlebt habe.

Der Grünen-Politiker warf dem Ministerpräsidenten Christian Wulff vor, seinen Umweltminister beim Klimaschutz "zu sehr an der langen Leine laufen" zu lassen. Die Antwort auf eine Dringliche Anfrage zum Klimaschutz in der letzten Woche habe eindrücklich gezeigt, dass Minister Sander in erster Linie um Anscheinserweckung bemüht sei.

Wenzel geht davon aus, dass der Ölpreis künftig wieder stark anziehen werde. "Peak-Oil" sei erreicht, Angebot und Nachfrage würden künftig auseinanderlaufen und drastische Preissteigerungen zur Folge haben. "Wer sich da nicht rechtzeitig bewegt kommt zu spät."

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