Pressemeldung Nr. 718 vom

Landesregierung streicht Mittel für Radwege - Grüne: "Armutszeugnis für die Landesregierung"

Die Absicht der Landesregierung, die Mittel für den Radwegebau in Niedersachsen zu streichen, wird von der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen scharf kritisiert. "Die Landesregierung hat in den letzten Jahren die Gelder für die Radwege bereits reduziert bzw. zunehmend auf die Kommunen verlagert," bemängelt Stefan Wenzel, der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion. "Wenn sie jetzt in den nächsten Jahren gar kein Geld mehr für den Radwegebau bereitstellen wollen, ist das ein Skandal."
Bei zunehmendem Straßenverkehr würden Radwege auch für die Sicherheit z. B. von Kindern immer wichtiger. "Die Straßen werden ausgebaut, so dass die Autos schneller fahren können. Wie es dabei den Radfahrern geht, scheint die Landesregierung nicht zu interessieren," kritisiert Wenzel.
Während SPD und Grüne im Bundestag gerade einen gemeinsamen Antrag "Masterplan FahrRad – Deutschland muss radfahrfreundlich werden" in den Bundestag eingebracht haben, hatte die SPD-Fraktion Ende letzen Jahres den Maßnahmenkatalog eines Antrages der Grünen zur Förderung des Radverkehrs in Niedersachsen ("Masterplan Fiets") radikal zusammengestrichen. "Jetzt tut die SPD-Landesregierung ihr Möglichstes, um den Niedersachsen das Radfahren zu vermiesen," so Wenzel.

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