Pressemeldung Nr. 186 vom

Rückkehr des Wolfs Hans Joachim Janßen: Unterstützung für Tierhalter sicherstellen

Darum geht´s

Heute wurde im Landtag der Umgang mit dem Wolf in Niedersachsen intensiv beraten. Umweltminister Wenzel hat den Landtag über seine Strategie unterrichtet.

Das sagen die Grünen

Hans-Joachim Janßen, Sprecher für Naturschutz und Agrarpolitik

„Jeder Wolfsriss bei Weidetieren ist tragisch und schockierend für die Betroffenen. Das Umweltministerium unterstützt Tierhalter so gut wie möglich bei dem Schutz ihrer Tiere: Es gibt  finanzielle Unterstützung bei der Beschaffung von Herdenschutzhunden und wolfsabweisenden Zäunen. Die Mitarbeiter des Wolfsbüros stellen darüber hinaus kurzfristig auch wolfsabweisende Zäune zur Verfügung, wenn bei einem Wolfsübergriff schnelles Handeln erforderlich ist. Materielle Schäden durch Wolfsrisse werden ersetzt.“

„Die Tötung eines Wolfes ist aus bundes- und europarechtlichen Gründen erst dann möglich, wenn ein Wolf sich nachweisbar auf Nutztierrisse spezialisiert hat und andere Abwehrmaßnahmen ausgeschöpft sind. Einen solchen Fall gab es bislang in der Bundesrepublik nicht. So sind beispielsweise die Übergriffe im Raum? Goldenstedt zurückgegangen, seitdem die dortigen Weiden zunehmend wolfsabwehrend eingezäunt wurden und Herdenschutzhunde eingesetzt werden.“

„Über die bisherigen Unterstützungsmaßnahmen hinaus sollte der Einsatz einer mobilen Herdenschutzhundestaffel geprüft werden. Diese könnte dann zum Einsatz kommen, wenn ein Wolf in eine Herde eingebrochen ist. Nach bisherigen Erkenntnisse kommen die Wölfe in den Folgenächten wieder. Das zeigt ein aktueller Fall im Landkreis Uelzen gezeigt hat. Herdenschutzhunde führen in der Regel dann zur Vergrämung. Weitergehend wären auch praktische Hilfen beim Zaunbau für Weidehalter wichtig.“

Zum Hintergrund

Der Wolf ist strengstens geschützt. Er ist darüber hinaus eine der wenigen Arten, deren Bestand sich positiv entwickelt.

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