Pressemeldung Nr. 38 vom

Wolfsmanagement Hans-Joachim Janßen: Niedersachsen auf einem guten Weg - CDU Vorschläge rechtswidrig

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Darum geht‘s

Umweltminister Wenzel hat heute im Umweltausschuss des Landtages zum Thema Wolf umfassend unterrichtet und über den Ausbau der Hilfen für Nutztierhalter informiert. Forderungen der CDU, den Wolf zu bejagen, wurden dabei zurückgewiesen.

Das sagen die Grünen

Hans-Joachim Janßen, Sprecher für Naturschutz und Landwirtschaft

„Ich begrüße die neuen Soforthilfen bei Wolfsrissen: Akut betroffene Nutztierhalter sollen zukünftig Hilfe durch ein Herdenschutzteam erhalten. Noch in diesem Jahr soll das Team einsatzfähig sein. Zur Hilfsleistung gehört die Unterstützung beim Aufstellen von wolfsabweisenden Zäunen und der Einsatz von erfahrenen Schäfern mit Herdenschutzhunden. Auch reine Hobbyhalter sollen künftig Finanzierungshilfen für Schutzmaßnahmen bekommen. Das ist der richtige Weg, um Betroffene schnell und wirksam zu unterstützen.“

„Die Vorschläge der CDU sind illegal. Sie verstoßen gegen das Artenschutzrecht des Bundes und der EU und sind wie beim Jagdrecht sogar verfassungswidrig. Für Rechtsänderungen können allein Bund und EU sorgen. Das Land Niedersachsen hat den Bund bereits beauftragt, den Erhaltungszustand zu überprüfen. Gerne kann sich aber die CDU auch noch an ihre Kollegen im Bund wenden.“

„Mensch und Wolf werden sich auch zukünftig einen Landschaftsraum teilen. Dabei hat die Sicherheit des Menschen immer Vorrang. Für die Weidehaltung müssen auch weiterhin Maßnahmen ergriffen werden, die den Wolf von Nutztieren fernhalten. Dafür sind entsprechende Zäune und im Einzelfall auch Herdenschutzhunde unabdingbar. Die gezielte und schnelle Vergrämung des Wolfes ergänzt die Schutzmaßnahmen. Die neuen Maßnahmen der Landesregierung sind sehr hilfreich.“

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