Gutachten beweist: Wesermündung muss Schutzgebiet werden - Grüne fordern Wulff zum Handeln auf


Ein kurz vor Weihnachten bekannt gewordenes Gutachten der Universität Trier beweist nach Meinung der Landtagsgrünen eindeutig, dass die Ausweisung der Wesermündung als Schutzgebiet nach der FFH (Fauna-Flora-Habitat)-Richtlinie der EU zwingend erforderlich ist.
Die vom niedersächsischen Umweltministerium selbst in Auftrag gegebene Studie weise auf den herausragenden Wert des Gebietes für die Finte, einer wandernden Fischart, hin. Die Bedeutung der Wesermündung werde dabei deutlich höher eingeschätzt, als die bereits als FFH-Gebiet gemeldete Elbe, erklärte der Grünen-Abgeordnete Hans-Joachim Janßen.
"Der Ministerpräsident kann nicht länger zusehen, wie sein Umweltminister geradewegs auf ein für den Landeshaushalt katastrophales EU-Bußgeld zusteuert. Nach dem harten Vorgehen gegen Frankreich wegen Nicht-Berücksichtigung von Flussmündungen bei der FFH-Meldung kann sich Brüssel überhaupt keine Nachsichtigkeiten mehr leisten", sagte Hans-Joachim Janßen.
Der Grünen-Politiker fordert deshalb, Wulff müsse die Zuständigkeit für die niedersächsische FFH-Meldung an sich ziehen und bis Mitte Januar endlich eine vernünftige Gebietskulisse vorlegen. "Nur die Weser- und Emsmündung nachzumelden wird aber nicht reichen. In Niedersachsen liegt wesentlich mehr im Argen", so Janßen.

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