Pressemeldung Nr. 160 vom

Kultusministerium unterrichtet im Ausschuss Grüne: Rückkehr zur Versachlichung der Debatte um sexuelle Vielfalt an niedersächsischen Schulen

Darum geht’s

Heute (19. September) hat im Kultusausschuss eine Unterrichtung zum rot-grünen Antrag „Schule muss der Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten gerecht werden – Persönlichkeitsentwicklung  der Kinder und Jugendlichen fördern – Diskriminierung vorbeugen“ stattgefunden. Dabei ging es zunächst vor allem um die Kerncurricula und die Lehramtsausbildung.

Das sagen die Grünen

Ina Korter, schulpolitische Sprecherin

„Passive gesellschaftliche Toleranz reicht nicht aus, um Minderheiten vor Diskriminierung und Mobbing zu schützen. Das gilt auch und besonders für unsere Schulen. Nach der heutigen Ausschusssitzung sind wir optimistisch, dass große Teile der niedersächsischen Landtagsfraktionen diese Überzeugung teilen und mit uns an einem Antrag arbeiten, der sich klar für die Toleranz und gegen die Ausgrenzung aufgrund sexueller Identitäten richtet.“

Heiner Scholing, Mitglied im Kultusausschuss

„Eine Anpassung an die gesellschaftliche Realität in Lehrplänen und Lehramtsausbildungen ist richtig und notwendig. Unsere Gesellschaft ist bunt und vielfältig – dem muss auch der Unterricht an unseren Schulen Rechnung tragen. Statt Ängste zu schüren, müssen wir daran arbeiten, Vorurteile abzubauen. Wir fordern dringend zu einer Rückkehr zur Sachlichkeit auf.“

Zum Hintergrund

Verbände und Institutionen haben noch bis zum 7. Oktober die Möglichkeit, sich zum Antrag schriftlich zu äußern. Auch eine mündliche Anhörung ausgewählter Verbände ist noch für diesen Herbst geplant, um ein umfassendes Meinungsbild und ein hohes Maß an Transparenz zu gewährleisten.
Zeitgleich zum Kultusausschuss fanden vor dem Landtag sowohl Demonstrationen für und gegen den Antrag statt.

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