Pressemeldung Nr. 253 vom

GRÜNE protestieren gegen Zensur von Amnesty-Ausstellung auf der EXPO: Informationstafeln über Folteropfer in der Türkei wieder aufstellen - Entschuldigung gefordert

Die Landtagsgrünen haben gegen die Zensur des Weltausstellungsbeitrags von Amnesty International durch die EXPO-Leitung protestiert.
Offensichtlich auf Druck der Türkei wurden aus dem Ausstellungsbereich „Mensch“ Teile entfernt werden, die sich mit dem Schicksal von Verfolgten und Folteropfern in dem Teilnehmerland beschäftigen.
Der expopolitische Sprecher der Grünen Enno Hagenah sprach von einem „ungeheuerlichen Affront“. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit Amnesty International konzipiert und aufgebaut wurde, habe bisher nicht nur viele Besucherinnen und Besucher informiert, sondern mit den gesammelten Protestschreiben und Unterschriftenaktionen in konkreten Einzelfällen sogar zu Verbesserungen für die Situation der Opfer in den betroffenen Ländern geführt.
Hagenah: „Wenn sich die EXPO-Leitung zum verlängerten Arm der türkischen Regierung macht, dann muss sie sich den Vorwurf gefallen lassen, die Menschenrechtsverletzungen dort zu decken. So werden die Gefolterten quasi ein weiteres Mal ihren Peinigern ausgeliefert.“
Der Grünen-Politiker fordert die EXPO-Generalkommissarin Breuel auf, sich nicht dem Druck autoritärer oder diktatorischer Staaten zu beugen. „Menschenrechte als zentrales Thema der Humanität sind keine Saisonware. Die entfernten Ausstellungsteile müssen sofort wieder installiert werden und die EXPO muss sich bei Amnesty entschuldigen.“
hs

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