Statement:Grüne: LNG-Terminal in Wilhelmshaven vor dem Aus – Erfolg der Klimabewegung und Ohrfeige für die Landesregierung

„Welch ein Offenbarungseid, dass Uniper nun nach zu geringem Buchungsinteresse endlich überlegt, sich von den klimaschädlichen Plänen eines LNG-Terminals in Wilhelmshaven zu verabschieden.“

Der Konzern Uniper will nach eigenen Angaben vom Freitag (6. November) seine Pläne für das LNG-Terminal in Wilhelmshaven einstellen bzw. neuausrichten. Grund ist offenbar mangelnde Nachfrage. Dazu erklärt, Imke Byl, energie- und klimapolitische Sprecherin der Grünen im Landtag:

„Welch ein Offenbarungseid, dass Uniper nun nach zu geringem Buchungsinteresse endlich überlegt, sich von den klimaschädlichen Plänen eines LNG-Terminals in Wilhelmshaven zu verabschieden. Vor allem aber ist dies ein Erfolg für die Klimabewegung! Die Landesregierung aus SPD und CDU hat dieses wirtschaftlich und ökologisch völlig widersinnige Bauprojekt immer vorbehaltlos unterstützt. Das zeigt: Die GroKo betreibt eine umweltschädliche und teure Politik aus dem letzten Jahrtausend.

Spätestens jetzt muss die Landesregierung die Notbremse für solche LNG-Projekte ziehen. Sie muss sicherstellen, dass es weder in Wilhelmshaven, noch in Stade oder an anderer Stelle in Niedersachsen mit einem LNG-Terminal neue Importinfrastruktur für fossile klimaschädigende Energien gebaut wird. Die Zeit für Fossile ist abgelaufen. Wir müssen den Ausbau der Erneuerbaren voranbringen und nicht blockieren. Die GroKo jedoch will dagegen kommende Woche im Landtag zwei Vorschläge der Grünen zur Förderung von Solarerzeugung und Förderung von Energiesparen und Erneuerbaren Energien bei Gebäuden ablehnen.“

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