Pressemeldung Nr. 283 vom

GRÜNE fordern Existenzsicherung für Theaterformen 2002 Kulturminister Oppermann als Kunstbanause?

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Rebecca Harms hat die SPD-Landesregierung aufgefordert, dem Festivalprojekt Theaterformen die Fortsetzung im Jahr 2002 zuzusichern.
Nachdem zum diesjährigen Programmschluss eine künstlerisch außerordentlich erfolgreiche Bilanz gezogen wurde, die Zuschauerzahlen jedoch hinter den Erwartungen zurückblieben, warten die Macher auf die Ansage, ob das Land seine finanzielle Unterstützung (bisher 1,5 Millionen DM) aufrecht erhält.
Harms befürchtet, dass das „bewunderte Festival zu einem doppelten EXPO-Opfer“ werden könnte. „Zum einen ist die Konkurrenz um Besucher auf die Theaterformen durchgeschlagen, zum andern könnte das drohende EXPO-Defizit dem Land als Begründung dafür dienen, sich das Festival in zwei Jahren zu sparen“, sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag in Hannover.
Den zuständigen Minister Oppermann sieht Harms in diesem Zusammenhang in „seiner Paraderolle als kulturpolitischen Drückeberger“. Weder bezöge er in der Finanzierungsfrage selbst Position, noch setze er seine Ministeriumsvertreter über anstehende Entscheidungen ins Bild.
Harms: „Wenn die Theaterformen vom Spielplan abgesetzt werden, dann verliert Hannover ein für Norddeutschland wichtiges Festival. Die Niedersächsische Landesregierung wird sich dann vorwerfen lassen müssen, dass sie einem profilierten Kunstprojekt keine Wertschätzung erwiesen hat. So etwas bezeichnet man überlicherweise als Banausentum.“
Grünen-Chefin Harms hat heute (Dienstag) ein Protestschreiben an Minister Oppermann geschickt.

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