Pressemeldung Nr. 23 vom

BGE legt Rückholplan für Asse-Abfälle vor Grüne: Behörden müssen sich dem öffentlichen Dialog stellen

Darum geht’s

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung hat heute einen Plan für die Rückholung der radioaktiven Asse aus dem einsturzgefährdeten Salzbergwerk Asse II vorgelegt. Unklar bleibt jedoch, wie das weitere Dialogverfahren zur Rückholungsplanung ausgestaltet werden soll. Gestern berichtete zunächst die Braunschweiger Zeitung aus dem BGE-Dokument.

Demnach soll der Bau des Rückholbergwerks im Jahr 2023 beginnen und der neue Schacht 5 im Jahr 2028 in Betrieb gehen. Die BGE hält mit dem Plan weiter an dem angekündigten Zeitplan fest, wonach die Rückholung im Jahr 2033 beginnen soll. Zunächst sollen Abfälle aus Einlagerungskammern in 511 und 725 Metern Tiefe geborgen werden. Wann die Bergung der Abfälle auf der 750-Meter-Sohle beginnen kann, lässt die BGE noch offen.

Das sagen die Grünen

Imke Byl, umweltpolitische Sprecherin und regional zuständige Abgeordnete

„Endlich hat die BGE ein Arbeitsdokument für die Rückholungsplanung vorgelegt, auf dieser Basis kann jetzt diskutiert werden. Dabei ist es äußert unglücklich, dass der Plan nicht zuerst an die Asse-2-Begleitgruppe übermittelt wurde, die den gesetzlichen Auftrag hat, die Rückholung kritisch zu begleiten. Die BGE muss jetzt schnell darstellen, wie der weitere Dialog zur Rückholungsplanung geführt werden soll.

Die Rückholung des Asse-Atommülls ist eine monumentale Aufgabe. Es ist höchste Zeit, dass alle beteiligten Behörden an einem Strang ziehen, ihre Abstimmungsprozesse verbessern und sich dem öffentlichen Dialog stellen. Die Asse-2-Begleitgruppe hat sich neu strukturiert und wird weiter von unabhängigen Wissenschaftler*innen fachkundig beraten.  Die A2B muss als Stimme der betroffenen Kommunen und Zivilgesellschaft zu jedem Verfahrensschritt gehört werden und ihre Stellungnahmen Berücksichtigung finden.“

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