Gesteinsabbau Messingberg: Der Berg ruft nicht mehr, er kommt jetzt selbst

"Jetzt muss Schluss sein" fordert die Schaumburger Landtagsabgeordnete und stellvertr. Fraktionsvorsitzende von B90/Die Grünen Ursula Helmhold im Zusammenhang mit dem massiven Bergrutsch am Messingberg.
Es sei offensichtlich, dass ein weiterer Gesteinsabbau am Messingsberg nicht zu verantworten ist. Sie forderte die Norddeutsche Naturstein GmbH auf, von sich aus den Abbau nicht wieder aufzunehmen und die Genehmigungen zurückzugeben. Der Schutz von Menschenleben Arbeitern, Spaziergängern und Anwohnern sei ein höheres Gut, als der Bodenabbau
Seit Jahren werde die Dynamik des Berges von Geologen beobachtet. Die Vorraussagen, wie sich das Gebirge bewegen werde, hätten sich als weitgehend unzutreffend erwiesen. Daraus müssten jetzt Konsequenzen gezogen werden und der weitere Abbau eingestellt werden, forderte die Grüne.
Die Grünen erwarten von den staatlichen Behörden, dass sie alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Abbaubetrieb am Messingsberg auf Dauer stillzulegen, wenn der Betreiber nicht selbst den Abbau aufgebe. Nach den jüngsten Vorfällen, die Fachleute und Geologen völlig überrascht haben, könne nach Ansicht von Helmhold keine Behörde mehr die Verantwortung dafür übernehmen, dass die Anforderungen des Arbeitsschutz in diesem Steinbruch eingehalten werden könnten.
"Auch als Naherholungsgebiet fällt der Messingsberg künftig aus. Eine Freigabe des Kammweges für Wanderer halte ich jedenfalls für unverantwortlich", so die Grüne.
Das "Steinzeichen" an dieser Stelle sei zum Mahnmal für den unverantwortlichen Raubbau an der Natur des Weserberglandes geworden. "Spätestens jetzt muss dem Letzten klar werden, dass unsere Landschaft keinen weiteren Raubbau an den Bergen verträgt" so Helmhold. Es darf keine weiteren Abbaugebiete im Wesergebirge mehr geben. "Der Messingsberg warnt uns" meint die Abgeordnete und kündigte weitere Schritte auf Landesebene an.

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