Bündnis90/Die Grünen im Landtag Niedersachsen - 12.02.2026
LandtagsGrün - Bündnis90/Die Grünen im Landtag Niedersachsen
Liebe Freund*innen,

die Energiewende steht an einem kritischen Punkt. Was derzeit aus dem Bundeswirtschaftsministerium mit dem sogenannten Netzpaket geplant wird, ist kein technisches Detail und keine bloße Reform im Hintergrund – es ist ein politischer Richtungswechsel. Und zwar einer, der die Energiewende torpediert und uns zurück in alte Abhängigkeiten und teure fossile Energieverbrauche führen würde. Höhere Kosten, neue bürokratische Hürden, unsichere Netzanschlüsse: Das alles trifft ausgerechnet diejenigen, die in erneuerbare Energien investieren – Stadtwerke, mittelständische Unternehmen, Handwerksbetriebe und Bürgerenergieprojekte.

Für Niedersachsen ist das besonders relevant. Unser Land ist Vorreiterin beim Ausbau der Windenergie, bei Photovoltaik und beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft. Wer hier den Rahmen verschlechtert, der trifft Regionen, Betriebe und Beschäftigte. Die Energiewende entscheidet sich nicht in Sonntagsreden, sondern in konkreten Gesetzestexten und politischen Mehrheiten. Genau daran arbeiten wir in Niedersachsen. Wir werden nicht zulassen, dass das Erreichte leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird.

In der Landtagsfraktion setzen wir weiter auf Dialog, Information und konkrete Lösungen vor Ort. In den kommenden Wochen laden wir zu zahlreichen Veranstaltungen, Fachgesprächen und Diskussionen ein – von der geburtshilflichen Versorgung über Gemeinwohlökonomie bis hin zur Innen- und Sicherheitspolitik. Kommt vorbei, diskutiert mit uns und bringt gerne eure Perspektive ein!

Alles Gute
Anne & Detlev

Im Fokus: Landtags-Initiativen

Ende Januar haben wir viele neue Intiativen in den Landtag eingebracht und noch viel mehr beschlossen. Bei den neuen Anträgen geht es unter anderem um Soziale Beratung, Rad- und Wanderwege im Land und eine Resolution zur Lage in Iran. Darüber hinaus wurden die Novelle des Hochschulgesetzes, des Kommunalwahlgesetzes und des Kommunalverfassungsgesetzes in den Landtag eingebracht. Aber lest selbst!

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Kommunalrecht reformiert: Mehr Beteiligung, mehr Flexibilität
Wir Grünen und die SPD wollen das Kommunalverfassungsrecht und das Kommunalwahlrecht modernisieren. Kernpunkte sind die Möglichkeit, Rats- und Ausschusssitzungen digital zu verfolgen, die Absenkung des passiven Wahlalters auf 16 Jahre sowie bessere finanzielle Regelungen für Menschen mit Care-Verantwortung im Ehrenamt. Ziel ist mehr Beteiligung – insbesondere von jungen Menschen – und eine stabilere kommunale Demokratie.

Hochschulgesetz: Klare Kante gegen Antisemitismus
Die Novelle des Hochschulgesetzes sieht vor, Hochschulpräsident*innen künftig einvernehmlich durch Senat, Hochschulrat und Ministerium abwählen zu können, um Konflikte früher zu entschärfen. Zudem erhalten Hochschulen erweiterte Sanktionsmöglichkeiten bei gewaltvollen oder menschenfeindlichen Übergriffen – bis hin zur Exmatrikulation. Damit soll insbesondere antisemitischen, rassistischen oder queerfeindlichen Vorfällen entschlossen begegnet werden.

Resolution zu Iran: Solidarität und schärfere Sanktionen
Mit einer gemeinsamen Entschließung verurteilen Grüne, SPD und CDU das gewaltsame Vorgehen des iranischen Regimes gegen Protestierende. Gefordert werden in dem Antrag unter anderem härtere internationale Sanktionen, die Einstufung der Revolutionsgarden als Terrororganisation sowie stärkere Unterstützung der iranischen Zivilgesellschaft. Der demokratische Teil des Landtags positioniert sich klar an der Seite der Demonstrierenden.

Soziale Beratung: Zugänge verbessern, Angebote bündeln
Um Menschen in schwierigen Lebenslagen schneller passende Unterstützung zu ermöglichen, soll eine wissenschaftliche Studie die soziale Beratungslandschaft in Niedersachsen analysieren. Ziel ist es, Angebote niedrigschwelliger, besser auffindbar und bedarfsgerechter zu gestalten – besonders außerhalb der Großstädte. So soll die soziale Infrastruktur gezielt gestärkt werden.

Tourismus und Mobilität: Rad- und Wanderwege ausbauen
Grüne und SPD setzen auf den Ausbau sicherer Rad- und Wanderwege als Beitrag zu nachhaltigem Tourismus und regionaler Wertschöpfung. Vorgesehen sind bessere Beschilderung, mehr Verkehrssicherheit und Schutzstreifen als Übergangslösungen. Damit soll Niedersachsen als Radreiseland attraktiver und das Radfahren insgesamt sicherer werden.

Gut Gesagt

"Unser Ziel ist eine Nutztierhaltung, die ökologisch, wirtschaftlich und vor allem tiergerecht ist. Das Verbot der Anbindehaltung ist ein wichtiger Durchbruch für mehr Respekt vor dem Tier und für eine zukunftsfähige Landwirtschaft."

Christian Schroeder
zum Verbot der Rinder-Anbindehaltung
Wir suchen dich!
Referent*in für Social Media und stellv. Teamleitung (19,25 Std.)

Für den Bereich Social Media suchen wir eine kreative und strategisch denkende Persönlichkeit, die politische Inhalte sichtbar macht. Du entwickelst Formate, produzierst eigenständig starken Bild- und Video-Content, behältst Trends im Blick und übernimmst Verantwortung im Team. Kurz gesagt: Du weißt, wie politische Kommunikation auf Social Media heute funktionieren muss, und setzt sie professionell um. Bewerbungsschluss ist der 15. Februar. Wir freuen uns über eure Bewerbungen!

Unsere Veranstaltungen
17. Februar: Gesunde Geburt in Niedersachsen

Gesunde Geburt in Niedersachsen: Gute Betreuung mit Hebammen ist unerlässlich

Hebammen sichern nicht nur eine gesunde Geburt, sie sind darüber hinaus bei der Geburtsvorbereitung und der Nachsorge eine wertvolle Unterstützung. Für uns steht fest: Jede Frau hat Anspruch auf eine hebammenbegleitende Betreuung bei der Geburt sowie im Wochenbett. Diese wichtige Aufgabe braucht mehr Anerkennung und muss dauerhaft, verlässlich und auskömmlich finanziert werden. Dies gilt vor allem für die Gruppe der Beleghebammen. Mit unserer Veranstaltung am Dienstag, den 17. Februar ab 17:30 Uhr im Landtag sowie online wollen wir die aktuelle Situation beleuchten und klären, was Niedersachsen tun kann, damit der Hebammen-Beruf attraktiv bleibt und keine prekären Lebensbedingungen begünstigt.

18. Februar: Zwischenruf aus dem Landtag zum Polizeigesetz

Online-Talk: „Zwischenruf aus dem Landtag – Das Polizeigesetz und Progressive Innenpolitik im Fokus“mit Michael Lühmann (MdL)

Das Niedersächsische Polizei- und Ordnungsbehördengesetz (NPog) betrifft viele Fragen, die unseren Alltag und unsere Grundrechte berühren: Welche Befugnisse haben Polizei und Behörden? Wie gelingt Sicherheit, ohne Freiheit und Bürgerrechte einzuschränken? Und was bedeutet eine progressive Innenpolitik konkret – für Prävention, Kontrolle und gesellschaftlichen Zusammenhalt? In dieser Zwischenruf-Ausgabe bekommt ihr dazu fundierte Einblicke aus erster Hand: Am Mittwoch, den 18. Februar um 19 Uhr (online) gibt unser innenpolitischer Sprecher Michael Lühmann in einem kurzen Impuls einen verständlichen Überblick über zentrale Aspekte rund um das NPog und ordnet ein, wie progressive Innenpolitik in Niedersachsen gestaltet werden kann.

23. Februar: Sicherheit gemeinsam gestalten

Sicherheit gemeinsam gestalten – Herausforderungen und Perspektiven für Land und Kommunen

Sicherheit ist mehr als Ordnung und Kontrolle. Sie entsteht dort, wo Vertrauen in staatliche Akteure besteht und Hilfsangebote dort ankommen, wo sie am meisten gebraucht werden. Das steigende Unsicherheitsgefühl von Menschen in unseren Innenstädten wirft die Frage auf, ob die Sicherheitsmaßnahmen und die sozialen Angebote noch wirksam sind gegen die sichtbaren Probleme wie Obdachlosigkeit, offener Drogenkonsum oder Vermüllung. Am Montag, 23. Februar ab 18 Uhr im Landtag, wollen wir gemeinsam diskutieren, welche Herausforderungen und Perspektiven für eine zeitgemäße Sicherheitspolitik bestehen, wie ein sicheres und lebenswertes Zusammenleben für alle gelingen kann und welche landespolitischen Maßnahmen dafür erforderlich sind.

24. Februar: Gemeinwohlökonomie mit Schwerpunkt auf Afrika und Niedersachsen

Verantwortung in einer globalen Welt: Gemeinwohl, Gerechtigkeit und Partnerschaft in Niedersachsen und Afrika

Wie kann Landespolitik dazu beitragen, nachhaltiges Wirtschaften und sozial-ökologische Gerechtigkeit zu fördern – in globalen Partnerschaften und in Niedersachsen? Welche Perspektiven bietet die Gemeinwohlökonomie? Am Dienstag, den 24. Februar ab 16:30 Uhr im Landtag blicken wir auf Erfahrungen und Best-Practice-Beispiele aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft und diskutieren über zukunftsfähige Kooperationen mit Blick auf aktuelle globale Herausforderungen und historische Verantwortung. 

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Grüne: Die Opposition konstruiert Probleme, die Justiz aber liefert Lösungen

Das Justizministerium hat zeitnah und auf eigene Initiative zu den IT-Störungen in der Justiz unterrichtet.

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Mit Rekordinvestitionen von insgesamt 170 Millionen Euro konzentriert sich das Land klar auf den Erhalt der bestehenden Infrastruktur und sorgt gleichzeitig für sichere und vor allem verlässliche Mobilität für alle. Besonders der Radverkehr profitiert: Allein 26,5 Millionen Euro stehen 2026 für das Radwegenetz bereit.

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Grüne: 40 Jahre Nationalpark Wattenmeer – ein Jubiläum mit Auftrag!

40 Jahre Nationalpark Wattenmeer sind ein Grund zum Feiern, aber vor allem ein Auftrag, dieses einzigartige Weltnaturerbe noch konsequenter zu schützen. Neue Gasbohrungen vor Borkum sind ökologisch falsch, klimapolitisch überholt und energiepolitisch unnötig.

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Grüne: Tiergerecht wirtschaften, mit klaren Regeln und fairen Fristen

Das Aus für die Anbindehaltung fußt auf dem Niedersächsischen Tierschutzplan, der schon etliche Jahre vorliegt. Es war höchste Zeit, dass jetzt auch diese Empfehlungen für eine tierschutzgerechte Haltung von Rindern umgesetzt werden.

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Grüne: Berufliche Perspektiven schaffen, Fachkräfte in Niedersachsen halten

Wenn sich Unternehmen und ganze Branchen stark verändern und Arbeitsplätze wegfallen, darf das wertvolle Können der Fachkräfte nicht verloren gehen. Genau hier setzt das Projekt an: Es bringt Beschäftigte aus Betrieben im Umbruch frühzeitig mit Unternehmen zusammen, die qualifizierte Mitarbeitende suchen.

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Grüne: Der Nationalen Tourismusstrategie fehlt es an Weitblick

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