
Niedersachsen ist ein vielfältiges Land – und diese Vielfalt ist eine Stärke, die es zu schützen und weiter auszubauen gilt. Queeres Leben gehört selbstverständlich dazu. Gleichzeitig zeigen aktuelle Entwicklungen, dass es einen großen politischen Einsatz braucht, um Diskriminierung konsequent abzubauen und die Sicherheit sowie die gesellschaftliche Akzeptanz von LSBTIQ*-Menschen nachhaltig zu stärken. Genau hier setzen wir an – mit dem klaren Ziel, ein Niedersachsen zu gestalten, in dem alle Menschen frei und selbstbestimmt leben können.
Eine wichtige Grundlage dafür ist eine verbesserte Datenlage. Denn nur wer genau weiß, wo Probleme liegen, kann wirksam gegensteuern. Deshalb setzen wir uns dafür ein, queerfeindliche Straftaten differenzierter zu erfassen und wissenschaftlich aufzuarbeiten. So entsteht eine belastbare Grundlage, um Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln und den Schutz queerer Menschen kontinuierlich zu verbessern.
Die Botschaft ist eindeutig: Queerfeindlichkeit hat in Niedersachsen keinen Platz. Gerade auch vor dem Hintergrund von Vorfällen im Umfeld von CSD-Veranstaltungen hat die Landespolitik deutlich gemacht, dass der Schutz queerer Menschen oberste Priorität hat. Dazu gehören sowohl kurzfristige Maßnahmen zur Sicherung von Veranstaltungen als auch langfristige Strategien zur Prävention und Stärkung gesellschaftlicher Akzeptanz.
Wir wollen nachhaltige Veränderungen erreichen. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau von Beratungs- und Unterstützungsangeboten, die Stärkung von Aufklärungs- und Bildungsarbeit sowie gezielte Maßnahmen für besonders schutzbedürftige Gruppen wie queere Jugendliche oder Geflüchtete. Darüber hinaus geht es darum, Vielfalt auch strukturell zu verankern – etwa durch einen Landesaktionsplan für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, die konsequente Umsetzung der „Dritten Option“ in der Verwaltung oder die Weiterentwicklung rechtlicher Rahmenbedingungen.
Ein zentraler Baustein ist der Bildungsbereich. Schulen und Bildungseinrichtungen spielen eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, Vorurteile abzubauen und ein respektvolles Miteinander zu fördern. Deshalb setzt sich die Landespolitik für mehr Fortbildungsangebote, klare Leitlinien und einen sensiblen Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt im Schulalltag ein. So wird ein Umfeld geschaffen, in dem junge Menschen unabhängig von ihrer Identität unterstützt und gestärkt werden.
Insgesamt zeigt sich: Niedersachsen ist auf einem guten Weg, queeres Leben noch stärker sichtbar zu machen, zu schützen und zu fördern. Wir arbeiten weiter konsequent daran, die Rahmenbedingungen für ein diskriminierungsfreies und vielfältiges Zusammenleben weiter zu verbessern. Das Ziel ist klar: Eine Gesellschaft, in der Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern aktiv gelebt und geschützt wird – und in der alle Menschen die gleichen Chancen haben, ihr Leben frei zu gestalten.