Pressemeldung Nr. 1010 vom

Verhandlungen mit Bankgesellschaft beenden - Grüne: "Mätzchen der Berliner nicht länger bieten lassen"

Keinen Sinn mehr sieht die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Grüne in weiteren Verhandlungen der Nord/LB mit der Berliner Bankgesellschaft. Die Berliner lassen keine Gelegenheit aus, ihre Geringschätzung gegenüber der Nord/LB zu demonstrieren. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit kann sich auf dieser Basis nicht entwickeln", erklärte der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion Michel Golibrzuch am Mittwoch in Hannover.
Auch bei der Unternehmensbewertung hat der Grünen-Politiker nach wie vor kein Vertrauen in die von der Bankgesellschaft gelieferten Zahlen. So würden die jüngsten Angaben zur IBAG die Vermutung nahelegen, dass trotz zahlreicher Gutachten immer noch Risiken in den Fonds- und Immobiliengeschäften des Konzerns steckten. Trotz monatelangen Vorlaufs und einer Reihe außerordentlicher Prüfungen sei erst jetzt mit Blick auf die IBAG eine zusätzliche Wertberichtigung von 800 Mio. DM vorgenommen worden.
Nachdem die Bankgesellschaft die für eine Unternehmensbewertung erforderlichen Informationen nicht termingerecht beigebracht hat, spricht sich der Grünen-Abgeordnete für einen "klaren Schnitt" aus. Golibrzuch: "Man kann sich die Mätzchen der Berliner nicht unbegrenzt bieten lassen. Überhaupt scheint es sinnvoll, wenn die Bankgesellschaft die Sanierung ihrer zwielichtigen Geschäfte ohne zusätzliches Geld der Nord/LB finanziert."

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