Pressemeldung Nr. 577 vom

Touristen und Pendler bleiben auf der Strecke - Die zwei letzten Interregioverbindungen wurden an den Erfordernissen der Region vorbeigeplant

In der Verhandlung der SPD-Landesregierung mit der deutschen Bahn ist es nicht gelungen ein attraktives und für die Ferienregion Ostfriesland überlebensnotwendiges Angebot zu machen. Nur zwei Interregioverbindungen zu unattraktiven Reisezeiten wurden herausgehandelt. Fahrzeiten verlängern sich zum Teil um 80 Minuten, Anschlusswartezeiten von bis zu einer Stunde sind entstanden, Umsteigemöglichkeiten werden gekappt.
Dazu stellte die grüne Landtagsabgeordneten Meta Janssen-Kucz eine Anfrage an die Landesregierung, die heute beantwortet wurde.
Meta Janssen-Kucz: "Aus der Antwort ist ersichtlich, dass keine fahrplantechnischen Anforderungen und auch keine benutzerfreundlichen Kriterien in die Verhandlungen einflossen. Das Land brüstet sich damit, doch zwei Züge erhalten zu haben- da scheint es völlig egal zu sein wie das Fahrplanangebot in der Realität aussieht. Es wird darauf hinauslaufen, dass das unattraktive Angebot noch mehr Reisende davon abhalten wird, mit der Bahn zu fahren. Damit ist abzusehen, wann die letzten beiden IR –Züge Ostfrieslands ihren Betrieb einstellen werden!"
Nach Meinung der Landesregierung soll sich der Zubringerverkehr an den Ankunfts- bzw. Abfahrtszeiten des InterRegio-Verkehrs orientieren.
"Anscheinend ist der Landesregierung entfallen, das Niedersachsen am Meer liegt und das der Fährverkehr abhängig von Ebbe und Flut ist. Außerdem zeigt sich hier wieder der Hannoveraner Röhrenblick. Das unser regionaler ÖPNV abhängig von der Schülerbeförderung ist und Pendler sich auf dessen Fahrzeiten einstellen müssen, ist in Hannover wahrscheinlich nicht bekannt!" so Meta Janssen-Kucz.

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