Pressemeldung Nr. 74 vom

Endlagerkommission zeitlich besser ausstatten Staudte: Erkenntnisse des Forschungsverbunds ENTRIA berücksichtigen

Darum geht‘s

Der bundesweite Forschungsverbund ENTRIA hatte heute zu einer Pressekonferenz in Hannover eingeladen. ENTRIA bietet der Endlagerkommission Unterstützung bei der Bewertung unterschiedlicher Endlagerungsoptionen an. Die Wissenschaftler äußerten sich jedoch skeptisch, ob die umfangreichen Aufgaben der Kommission tatsächlich in dem vorgegebenen Zeitraum von zwei Jahren bearbeitet werden können. Das Forschungsvorhaben ENTRIA ist hingegen auf fünf Jahre ausgelegt, der Abschlussbericht wird im Jahr 2017 vorgelegt.

Das sagen die Grünen

Miriam Staudte, atompolitische Sprecherin

„Der Bund finanziert mit ENTRIA ein großes Forschungsprojekt, um verschiedene Optionen der Atommüll-Lagerung zu untersuchen und Alternativen aufzuzeigen. Diese Erkenntnisse müssen im Endlagersuchverfahren berücksichtigt werden.“

„Die Endlagerkommission kann nicht binnen zwei Jahren das Standortauswahlgesetz evaluieren und seriöse Auswahlkriterien für eine neue Endlagersuche definieren. Es ist widersprüchlich, dass zwei vom Bund beauftragte Gremien, die die gleiche Zielsetzung haben, einmal mit zwei Jahren und einmal mit fünf Jahren Zeit ausgestattet werden.“

Zum Hintergrund

Im Rahmen des Forschungsverbundes ENTRIA (Entsorgungsoptionen für radioaktive Reststoffe) beleuchten Wissenschaftler aus zwölf Universitäten und Forschungseinrichtungen im Auftrag des Bundesforschungsministeriums unterschiedliche Optionen der Atommüll-Endlagerung. Die Endlagerkommission soll ihre Arbeit bis Ende 2015 abschließen. Das Standortauswahlgesetz sieht bislang nur eine Verlängerungsoption von sechs Monaten vor.

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