Pressemeldung Nr. 609 vom

Normale Studiengänge nicht vernachlässigen - Grüne: Intensivangebote müssen allen Einkommensgruppen offenstehen

Nachdem Wissenschaftsminister Oppermann (SPD) am Dienstag neue Intensivstudiengänge an Niedersachsens Hochschulen vorgestellt hat, warnt die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Grüne davor, die normalen Studiengänge zu vernachlässigen. "Wenn die meisten Absolventen durch zu lange Studienzeiten auffallen, sind Intensivangebote nur für wenige Studierende keine zureichende Antwort", erklärte der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Michel Golibrzuch, in Hannover.
Generell müsse das Studium, auch durch einen modularen Aufbau, so weiterentwickelt werden, dass sich die Studiendauer verkürze. Dabei sei entscheidend, dass auch die öffentlichen Finanzierungsangebote von BaföG und Bildungskrediten ausreichend seien, um jungen Menschen ein Studium ohne zusätzliche Erwerbsarbeit zu ermöglichen. Anderenfalls richteten sich Intensivstudiengänge nur an gut situierte Bewerber und betrieben damit eine soziale Auslese. Golibrzuch: "Wir unterstützen mehr Tempo im Hochschulwesen, wir wollen aber keine Verhältnisse wie in der Formel I, wo Neueinsteiger ihr Geld mitbringen müssen."

Zurück zum Pressearchiv