Pressemeldung Nr. 984 vom

Niedersächsisches Stipendienprogramm für Weißrussland aufgelegt

Gemeinsame Pressemitteilung aller Landtagsfraktionen
Am Donnerstag (heute, 25.10.01) werden zwölf Stipendiaten aus Weißrussland den Niedersächsischen Landtag besuchen. Die zwölf Studentinnen und Studenten absolvieren in Niedersachsen ein Praktikum und studieren im Wintersemester an den Universitäten in Lüneburg, Göttingen und Hannover.
Finanziert wird das wegweisende Projekt von der Klosterkammer Hannover. Es ist das Ergebnis einer breiten Kooperation zwischen der Ost-Akademie Lüneburg, der Tschernobyl-AG der Ev. luth. Landeskirche Hannover, der Landesstiftung "Kinder von Tschernobyl", der Niedersächsischen Kontaktstelle Belarus, des Jugendumweltnetzwerks JANUN, der Ost-Gesellschaft, dem Niedersächsischen Landtag und der Landesregierung.
Ziel ist die Verbesserung der Kontakte zwischen Niedersachsen und Weißrussland. Die jungen Weißrussinnen und Weißrussen, die bereits Anfang September angereist sind, zeigen sich sehr erfreut über die Möglichkeit zur Vertiefung ihrer Sprach- und Fachkenntnisse, über die Chance Auslandserfahrung zu sammeln und dabei auch die großen und kleine Alltagsprobleme kennenzulernen. Die Stipendiaten sollen aber in Niedersachsen auch die demokratischen Institutionen und die Funktion einer freien Presse in Deutschland kennenlernen.
Zwischenmenschliche Kontakte sind die Basis für eine friedliche Zukunft in Europa und für kulturellen und wirtschaftlichen Austausch. Das gilt für die Beitrittskandidaten der EU ebenso, wie für die neuen Nachbarn in Osteuropa, erklärten Traute Grundmann, CDU-Landtagsfraktion, Udo Mientus, SPD-Landtagsfraktion und Stefan Wenzel, Landtagsfraktion Bündnis 90/DieGrünen.
Am Donnerstag werden die Stipendiaten auf Einladung der Landtagsfraktionen an der Plenarsitzung teilnehmen, am Mittag wird Landtagspräsident Wernstedt die Stipendiaten, die Präsidentin der Klosterkammer, die Vertreterinnen der Nichtregierungsorganisationen, sowie die Minister Oppermann und Senff empfangen. wz

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