Pressemeldung Nr. 7 vom

Wissenschaftler warnen vor erhöhtem Hochwasserrisiko Imke Byl: Vorsorgender Hochwasserschutz muss ausgebaut werden

Darum geht’s

Aktuell entspannt sich die Hochwasserlage an Leine, Weser und Aller. Doch Wissenschaftler des Potsdam-Insituts für Klimafolgenforschung (PIK) warnen: Veränderte Regenfälle in Folge des Klimwandels erhöhen das Risiko von Überschwemmungen. Betroffen ist insbesondere der Norden Deutschlands.

Das sagen die Grünen

Imke Byl, klimaschutzpolitische Sprecherin

„Der vorsorgende Hochwasserschutz muss in Niedersachsen erheblich ausgebaut werden. Rein technische Maßnahmen stoßen dabei jedoch schnell an Grenzen: Deiche lassen sich nicht immer weiter erhöhen und auch die Forderung der Groko nach neuen Talsperren steht für eine veraltete Beton-Mentalität. Stattdessen brauchen Bäche und Flüsse wieder mehr Raum, Überschwemmungsflächen müssen freigehalten und die Bodenversiegelung verringert werden.“

„Die Warnung der Wissenschaftler ist deutlich: Bis 2040 wird sich in Niedersachsen die Zahl der Menschen, die von Hochwasserrisiken betroffen sind, mehr als verzehnfachen. Das ist die Folge des Klimawandels, der bereits stattfindet. Um noch schlimmere Auswirkungen zu verhindern, muss der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas jetzt angegangen werden. Eine Groko im Bund darf den Klimaschutz nicht aussetzen!“

Zum Hintergrund

Ein Team von Wissenschaftlern um Sven Willner vom PIK legte gestern (10. Januar 2018) eine Studie zu Hochwasserrisiken an Flüssen vor (https://doi.org/10.1126/sciadv.aao1914). Die Zahl der Menschen, die in Niedersachsen von Hochwasserrisiken betroffen ist, steigt demnach in den nächsten 25 Jahren um 1225 Prozent.

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