Pressemeldung Nr. 3247 vom

Helmhold bedauert Aus für Polizeiinspektion Schaumburg

Mit großem Bedauern hat die Schaumburger Abgeordnete der Grünen, Ursula Helmhold, zur Kenntnis genommen, dass das Kabinett heute den Beschluss gefasst hat, Nienburg zum Sitz der zusammengelegten Polizeiinspektionen Nienburg und Schaumburg zu machen. Dies erfuhr sie auf Nachfrage aus dem Innenministerium.
"Die Landesregierung zerstört bewährte Strukturen, ohne dass es hierfür eine inhaltliche Be-gründung gibt", kritisiert Helmhold. Die bisherige Systematik hätte eine kundennahe Polizei-arbeit auf Landkreisebene ermöglicht. Insbesondere im Präventionsbereich habe sich diese Nähe zum Landkreis und zu den Gemeinden in der Vergangenheit ausgezahlt.
Beide Polizeiinspektionen hätten in der Vergangenheit ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Wenn es aber schon zu einer Zusammenlegung hätte kommen müssen, sprächen alle sachlichen Gründ für den Standort Schaumburg: höhere Bevölkerungsdichte, höhere Zahl von Verkehrs- und Kriminalitätsdelikten, größere Anzahl von Polizeistationen, das Pilot-projekt "begleitetes Fahren" sowie die Präventionsmodelle im Bereich der Jugendarbeit.
Es läge die Vermutug nahe, so Helmhold, dass hier aus völlig sachfremden Erwägungen Nienburg für den Wegfall der Fachhochschule entschädigt werden solle.
Sie wundere sich auch, dass die beiden direkt gewählten CDU-Abgeordneten Pörtner und Dr. Runkel entgegen anders lautenden Presseerklärungen offenbar doch nicht wie verspro-chen "nachhaltig" Schaumburger Interessen vertreten hätten und ihren Innenminister nicht hätten überzeugen können. "Die Entscheidung gegen Schaumburg schwächt die Polizeiar-beit im Landkreis substantiell", so Helmhold abschließend.

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