Pressemeldung Nr. 117 vom

Einsatz von Gymnasiallehrkräften an Grundschulen Heiner Scholing: Philologenverband dramatisiert Situation

Darum geht’s

Heute (5. September 2017) hat der Philologenverband erneut den aus ihrer Sicht massiven Unterrichtsausfall beklagt.

Das sagen die Grünen

Heiner Scholing, schulpolitischer Sprecher

„Bundesweit gibt es einen Mangel an Lehrkräften und viele unbesetzte Stellen. Der Philologenverband dramatisiert jedoch die Situation an den Gymnasien in Niedersachsen. Wir nehmen Berichte über Probleme sehr ernst, die entstanden sind, weil Abordnungen von der Landesschulbehörde sehr spät mitgeteilt worden sind. Dennoch sind von den Abordnungen an Grundschulen nur ein Bruchteil der Wochenstunden und wenige der niedersächsischen Gymnasial-Lehrkräfte tatsächlich betroffen.“

„Die Wahrheit ist: Es war die schwarz-gelbe Vorgängerregierung, die Studienplätze zur Lehrerausbildung gekappt hat. In den nächsten Jahren wird sich die Situation wieder entspannen, weil die Pensionierungswelle abebbt und wieder mehr Lehrkräfte die Ausbildung beenden werden – weil SPD und Grüne die Kapazitäten der Lehrerausbildung wieder erhöht haben. Bis dahin bleiben bundesweit allen Landesregierungen nur Notmaßnahmen wie etwa der Quereinstieg und Abordnungen, um dem Mangel an Fachkräften zu begegnen.“

Zum Hintergrund

Betroffen sind von den Abordnungen von den Gymnasien an Grundschulen nur 421 Lehrkräfte von mehr als 16 000 Gymnasial-Lehrkräften (weniger als 2,6 Prozent) sowie 2133 von mehr als 320 000 Wochenstunden (weniger als 0,7 Prozent). Zudem können Gymnasien ersatzweise neue Lehrkräfte einstellen.

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