Pressemeldung Nr. 1039 vom

GRÜNE warnen SPD vor Abkehr von sozial orientierter Schulpolitik

Vor dem "Abschied von einer sozial orientierten Schulpolitik" sehen die Landtagsgrünen die SPD nach der Vorlage eines weiteren Schulmodells durch einige Abgeordnete der Regierungsfraktion im Niedersächsischen Landtag. Die schulpolitische Sprecherin Brigitte Litfin kritisierte, dass das heute (Dienstag) in der Presse vorgestellte "Zwei-Schienen-Modell" ebenfalls schon am Ende der vierten Klasse zur entscheidenden Selektion zwischen gymnasialem Bildungsgang und dem Bildungsgang von Haupt- und Realschule führe.
"Das DIPF-Gutachten hat vor allem deutlich gemacht, dass der Schulerfolg der Kinder in Niedersachsen noch immer zu sehr von ihrer sozialen Herkunft abhängt und dass zu viele Kinder nicht den Abschluss erreichen, den sie erreichen könnten", sagte die Grünen-Politikerin. Sie wies auf die Forderung der Gutachter hin, durch einen stärker individualisierenden Unterricht die Förderung der Kinder zu intensivieren. Litfin: "Nur mit einer binnendifferenzierenden, integrativen Schule können die Begabungsreserven besser ausgeschöpft werden. Wer statt dessen die Selektion der Kinder um zwei Jahre vorverlegt, verschärft die Probleme des Schulsystems, statt sie zu lösen."

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