Pressemeldung Nr. 279 vom

GRÜNE: Realistische Sicht auf Besuchernachfrage der EXPO überfällig ?Lebenslügen? müssen eingestanden und Defizite neuverhandelt werden

Der grüne Landtagsabgeordnete Enno Hagenah erwartet von der EXPO Gesellschaft einen klaren Schnitt gegenüber dem selbst gesetzten Wunschziel von 40 Mio. Besuchern. Nur wenn hier schnellstens die eigenen Fehler eingestanden würden, sei noch eine neue Chance mit einem positiveren Image für die Publikumsnachfrage zu erwarten.
Hagenah: „Nachdem schon vor einem Jahr der Autor dieser Fehleinschätzung, der Unternehmensberater Roland Berger diese Zahl zurückgenommen und halbiert hat und der inzwischen geschasste EXPO PR Chef Bilges sogar öffentlich eingestanden hat, dass diese Zahlen nur für die Täuschung von Öffentlichkeit und Politik von der EXPO aufrecht erhalten werden, ist es nun höchste Zeit reinen Tisch zu machen und realistische Planzahlen als Grundlage zu nehmen. Nur auf dieser Grundlage kann die geplante Werbeoffensive Erfolg haben.“
Dazu gehört nach Hagenahs Ansicht, dass Transparenz ein Markenzeichen der EXPO wird, und endlich offen und ehrlich mit Besuchszahlen umgegangen wird. Es dürfe auch nicht mehr mit alten Wunschvorstellungen für die EXPO geworben werden. „Man muss klar sagen, was die EXPO ist: ein internationales Folklorefest mit kleinen Einblicken in nationale Eigenarten und eine große Party – aber keine Zukunftswerkstatt.“
Das bisher bereits entstandene EXPO Defizit beläuft sich nach Berechnungen der GRÜNEN aktuell auf 950 Mio DM. Diese Summe setzt sich zusammen aus 400 Mio DM öffentlichem Startzuschuss, 200 Mio DM ausgefallener Sponsorengelder und den bisherigen Einnahmeverlusten von 350 Mio. DM durch den bisherigen Besucherausfall.
Hagenah: „Wir brauchen endlich eine realistische Gesamtbewertung der EXPO, damit die Politik konkret damit beginnen kann über eine angemessene Verteilung des auflaufenden Defizites zu verhandeln. Klar ist für uns, dass hier die Wirtschaft aber auch der Bund entsprechend ihrem Leistungsvermögen und ihrem wirtschaftlichen bzw. steuerlichen Nutzen aus der EXPO deutlich stärker als bisher beteiligt werden müssen.“

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