Pressemeldung Nr. 690 vom

Grüne OB-Kandidatin Silke Stokar stellt gemeinsam mit Ralf Fücks Vorschläge der Süßmuth-Kommission und Position der Grünen vor

Am Dienstag, den 10. Juli, stellt die grüne OB-Kandidatin Silke Stokar gemeinsam mit Ralf Fücks, Vorstandsmitglied der Heinrich Böll-Stiftung und Mitglied der Zuwanderungskommission, um 19.00 Uhr im Vereinsheim von Damla Genc, Pfarrlandplatz, Hannover-Linden, die Vorschläge der Süßmuth-Kommission vor, sie berichten über den aktuellen Stand der politischen Debatte und informieren über die grüne Strategie zur Umsetzung eines modernen Einwanderungsgesetzes.
Bundesvorstandssprecherin Claudia Roth berief Silke Stokar in den grünen Einwanderungsbeirat. In einer ersten Sitzung in Berlin, in der nächsten Woche, wird sie insbesondere die Interessen des Landes und der Kommunen in die grüne Debatte einbringen.
Silke Stokar: "Die Debatte über Einwanderung und Integration muss jetzt sehr intensiv in den Kommunen geführt werden. Hier leben die Menschen die die notwendige Integrationsleistung erbringen müssen." Hannover hat in den vergangenen Jahren schon viel für die Integration von Migranten und Aussiedlern getan. Mit dem ethnomedizinischen Zentrum, dem Internationalen Kulturzentrum und dem interkulturellen Referat wurden Einrichtungen geschaffen, die bundesweit wegweisend sind. Mit einem umfassenden kommunalen Integrationskonzept muss sich Hannover auf die Rolle als Einwanderungsstadt vorbereiten.
Die Erhöhung des Anteils von Migranten und Aussiedlern im öffentlichen Dienst, die Verbesserung des Lebensumfeldes in den Strassen und Stadtteilen, in denen überwiegend Migranten und Aussiedler wohnen, der Aufbau eines gezielten Angebotes an Sprach-, Qualifizierungs- und Integrationskursen und die Verbesserung der interkulturellen Kompetenz in der öffentlichen Verwaltung und den sozialen Regeldiensten sind Punkte, für die Konzepte entwickelt werden müssen.
Silke Stokar: "Wir brauchen mehr Erzieher und Sozialarbeiter mit nichtdeutscher Herkunft. Junge Migranten und Aussiedler wollen den sozialen Aufstieg. Wir müssen ihnen gezielt helfen, die Hürden auf dem Weg in qualifizierte Ausbildung und Arbeit abzubauen.
In Hannover wird es auch zukünftig Stadtteile und Strassen geben, die überwiegend von Migranten und Aussiedlern bewohnt sind. In enger Beteiligung mit den Bewohnern muss das Wohnumfeld behutsam verbessert werden. Die Teilhabe der Migranten und Aussiedler am politischen und kulturellen Leben in der Stadt muss verbessert werden, damit Hannover wirklich eine Stadt für alle wird."

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