Pressemeldung Nr. 480 vom

GRÜNE: Niedersachsen soll geplante Kindergelderhöhung unterstützen

Die Landtagsgrünen haben die erneute Ankündigung Ministerpräsident Gabriels, der geplanten Kindergelderhöhung im Bundesrat nicht zustimmen zu wollen, scharf kritisiert. Gabriel trete als "Elefant im Kinderladen" auf, sagte die jugendpolitische Sprecherin Meta Janssen-Kucz am Donnerstag (heute) in Hannover. "Mal will der Ministerpräsident die Kindergelderhöhung für seine Computer-Pläne abkassieren, dann will er sie gleich ganz streichen."
So würden die Bemühungen der neuen Ministerin Trauernicht, Niedersachsen als ein kinder- und familienfreundliches Land darzustellen, völlig unglaubwürdig.
Der jüngst vorgestellte Armutsbericht habe deutlich gemacht, dass Familien mit Kindern dringend weitere finanzielle Entlastungen benötigten, sagte Janssen-Kucz. "Jedes siebte Kind in Niedersachsen lebt in Armut. Offenbar fehlt dem Ministerpräsidenten die Phantasie sich vorzustellen, was das für die Entwicklung der Kinder bedeutet."
Die dringend notwendige Kindergelderhöhung dürfe auch nicht gegen die Verbesserung der Betreuungsangebote ausgespielt werden. Deutschland sei auch bei den Ganztagsangeboten Schlusslicht in Europa. "Es ist Zeit, dass die Gesellschaft mehr Verantwortung für die Kinder übernimmt", so Janssen-Kucz.

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