Statement:Grüne: Mit nachhaltigem Bibermanagement Chancen nutzen und Konflikte lösen

Wir halten es für richtig, dass auf Grundlage der Erfahrungen vor Ort auch eine finanzielle Unterstützung für betroffene Landwirt*innen geprüft wird. Das Handlungskonzept und der Dialogprozess sind eine gute Grundlage für das Miteinander von Mensch und Biber.

Umweltminister Christian Meyer hat heute das aktuelle „Handlungskonzept Biber“ vorgestellt. Vertreter*innen zahlreicher Verbände und Behörden hatten sich dazu bei mehreren Treffen des „Runden Tischs Biber“ ausgetauscht. Dazu sagt Anne Kura, Vorsitzende und Sprecherin für Naturschutz der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag:

Es ist ein großer Erfolg für den Natur- und Artenschutz, dass der Biber wieder nach Niedersachsen zurückgekehrt ist. Als Baumeister der Natur ist er streng geschützt, schafft und renaturiert wertvolle Lebensräume auch für andere Tier- und Pflanzenarten und trägt zum Wasserrückhalt in der Landschaft bei.

In einigen Fällen können die Aktivitäten des Bibers allerdings zu Konflikten und Schäden an landwirtschaftlichen Flächen und Infrastruktur führen. Deshalb haben wir im Landtag den Anstoß für ein Handlungskonzept gegeben, das Konflikte frühzeitig und pragmatisch löst und zugleich den Biber schützt. Das nachhaltige Bibermanagement des Landes, dessen Konzept jetzt vorliegt, nutzt die bestehenden Chancen für den Naturschutz und entschärft bestehende Konflikte.

Präventive Maßnahmen, technische Lösungen wie Drainagen an Dämmen, Flächentausch oder gegebenenfalls auch Umsiedlungen sind dabei wichtige Instrumente, ebenso wie die enge Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten wie Landwirt*innen, Naturschutzverbänden und Behörden. Zusätzlich zu bewährten regionalen Strukturen und Biberberater*innen wird die neue zentrale Anlaufstelle beraten und informieren.

Entscheidend ist, dass das Konzept regelmäßig überprüft, weiterentwickelt und durch eine transparente Bestandsaufnahme begleitet wird. Wir halten es für richtig, dass auf Grundlage der Erfahrungen vor Ort auch eine finanzielle Unterstützung für betroffene Landwirt*innen geprüft wird. Das Handlungskonzept und der Dialogprozess sind eine gute Grundlage für das Miteinander von Mensch und Biber.

Zurück zum Pressearchiv