Pressemeldung Nr. 191 vom

GRÜNE: Landesbedienstete zu Nationalpark-Rangern umschulen Qualifizierter Ersatz für befristete Zivildienstarbeit

Die Landtagsgrünen wollen die Aufgaben der Besucherbetreuung im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer in Zukunft von mehr festangestellten Mitarbeitern wahrnehmen lassen. Bislang arbeiten an der Küste fünfzehn Zivildienstleistende und sechs Angestellte als Nationalpark-Ranger. Durch die Verkürzung des Zivildienstes kommt es nun zu Perso-
nalengpässen.
Die umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner schlägt vor, in Zukunft Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wasserwirtschaftsverwaltung über den Reformarbeitsmarkt des Landes als Nationalpark-Ranger zu beschäftigen
. „Während im Nationalpark Harz ehemalige Forstarbeiter für diesen Job eingesetzt werden, wurde im Wattenmeer eine Billiglösung gewählt“, sagte Steiner am Montag in Hannover. Die Zivildienstleistenden hätten zwar großes Engagement gezeigt. „Dennoch kann dieser Einsatz auf Zeit, gerade auch im internationalen Vergleich, nicht als befriedigend angesehen werden.“
Die Grünen wollen die umzusetzenden Landesbediensteten über berufsbegleitende Fortbildungsmaßnahmen in der „Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz“ zu „Geprüften Natur- und Landschaftspflegern“ qualifizieren.
Zusätzlich zu den hauptamtlichen Betreuungskräften sollen junge Menschen im Rahmen von freiwilligen Diensten wie dem Freiwilligen Ökologischen Jahr für die Mitarbeit gewonnen werden.
Ein entsprechender Antrag wird von den Grünen in der Plenarsitzung dieser Woche gestellt.

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