Pressemeldung Nr. 348 vom

GRÜNE kritisieren geplante Zulassung von Gen-Saatgut - Rot-Grüner Landwirtschaftminister darf nicht Büttel der Gentech-Industrie werden

Scharf kritisiert haben die Landtagsgrünen die Ankündigung des Bundeslandwirtschaftsministeriums, erstmalig in Deutschland gentechnisch verändertes Saatgut für den uneingeschränkten Anbau zulassen zu wollen. "Minister Funke muss mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn er tatsächlich den gentechnisch veränderten Bt-Mais 176 zum Massenanbau freigibt," sagte der agrarpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein am Dienstag in Hannover.
Der Grünen-Abgeordnete verweist auf die zunehmende Ablehnung von Lebensmitteln aus dem Genlabor durch die Verbraucher. Auch die umwelt- und gesundheitspolitischen Folgen eines unbeschränkten Anbaus seien nicht geklärt, sagte Klein.
Untersuchungen haben gezeigt, dass der "Insektengift-Mais" auch Nutzinsekten tötet und dass seine Markierung mit einem Antibiotikum die Resistenzbildung bei krankmachenden Organismen beschleunigen kann.
"Während in den USA der Widerstand gegen Genfood ständig wächst, während andere EU-Staaten den bt-Mais bereits verboten haben, macht sich ausgerechnet der Ernährungsminister einer rot-grünen Bundesregierung zum Büttel der Gentech-Industrie," kritisierte Klein.
Er fordert Minister Funke dringend auf, die Sortenanerkennung nicht auszusprechen.

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