Salzstock Gorleben als atomares Endlager ungeeignet:GRÜNE kritisieren „Gabriels Abschied vom Neubeginn bei Endlagersuche“
Als „Endlagersuche-light“ haben die Landtagsgrünen die jetzt bekanntgewordenen Pläne des Bundesumweltministers zur Suche nach einem Standort für radioaktiven Müll bezeichnet.
Als "Endlagersuche-light" haben die Landtagsgrünen die jetzt bekanntgewordenen Pläne des Bundesumweltministers zur Suche nach einem Standort für radioaktiven Müll bezeichnet. Gabriel habe sich von einem ernsthaften Neubeginn in der Lösung der Endlagerfrage verabschiedet und lasse alles auf den Salzstock Gorleben hinlaufen, kritisierte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel am Dienstag (heute) in Hannover.
Gabriels Ziel sei offenbar nicht mehr die Suche nach dem bestmöglichen Standort für die Endlagerung von Atommüll. Der Salzstock in Gorleben wäre sonst schon längst aus dem Rennen, weil er kein mächtiges und unversehrtes Deckgebirge aufweist. "Damit fehlt eine zentrale Barriere, über die ein Endlager im Salz einfach verfügen muss", sagte der Grünen-Politiker. Die vorgebliche Suche nach alternativen Standorten sei eine "Irreführung der Öffentlichkeit".
Mit dem jetzigen Vorstoß habe sich der Bundesumweltminister auch von einem transparenten Verfahren und der Beteiligung der Öffentlichkeit verabschiedet. Ohne deren Einbindung könne es aber keine Akzeptanz für einen Endlagerstandort geben. Das zeige sich vor allem auch im Wendland. wo dieses Akzeptanz-Kriterium seit fast 30 Jahren ignoriert werde, so Wenzel.
Das ebenfalls ins Gespräch gebrachte Untertage-Labor im Salzstock Gorleben hält Wenzel "für einen Trick". Es sei ein Zuckerbrot für die Industrie und die niedersächsische Landesregierung, damit sich diese ohne Gesichtsverlust auf ein scheinbares Auswahlverfahren einlassen.