Statement:Grüne: Geringere Geschwindigkeit schützt Menschenleben!
Es widerspricht unserem Ziel der Vision Zero, dass im vergangenen Jahr mehr Verkehrstote auf Niedersachsens Straßen zu betrauern waren als im Jahr davor. Die meisten dieser tödlichen Unfälle sind auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen.
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens hat die polizeiliche Verkehrsunfallstatistik für das vergangene Jahr 2025 vorgestellt. Dazu sagt Stephan Christ, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag:
Es widerspricht unserem Ziel der Vision Zero, dass im vergangenen Jahr mehr Verkehrstote auf Niedersachsens Straßen zu betrauern waren als im Jahr davor. Die meisten dieser tödlichen Unfälle sind auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. Trotzdem ist es sinnvoll, wenn das Innenministerium eine genaue Analyse vornimmt, um die Entwicklung steigender Fallzahlen zu stoppen und umzukehren. Gerade dann, wenn vor allem Geschwindigkeitsüberschreitungen als wesentlicher Grund der negativen Entwicklung ausgemacht werden, sind mitunter Entscheidungen nötig, die bei manchen Menschen wenig populär sind: mehr Geschwindigkeitsbeschränkungen zur Steigerung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden.
Daneben fallen die Zahlen der Verkehrsunfallstatistik zur Fahrtüchtigkeit auf: Sowohl die Gesamtzahl der Unfälle, die durch Alkohol oder andere berauschende Mittel beeinflusst wurden, als auch die der Unfälle mit tödlichem Ausgang sind rückläufig. Somit lässt sich aus der Legalisierung von Cannabis nicht ohne weiteres ein gestiegenes Risiko ableiten. Vielmehr muss es darum gehen, das ungleich höhere Unfallrisiko durch Alkohol am Steuer im Blick zu behalten und hierzu intensiv Prävention zu betreiben“