Pressemeldung Nr. 3236 vom

GRÜNE gegen Kostenexplosion im Schulranzen - Landesregierung muss Höchstgrenze für Anschaffung von Lernmitteln festlegen

Eine "Kostenexplosion im Schulranzen" sehen die Landtagsgrünen mit der Verpflichtung zur Anschaffung von technischer Ausstattung auf die Eltern niedersächsischer Schulkinder zukommen. "Erst wird die Lernmittelhilfe abgeschafft, dann wird über eine Beteiligung der Eltern an den Schulbuskosten nachgedacht. Und auch für technische Geräte wie Taschenrechner und Laptops sollen die Eltern in unbegrenzter Höhe zahlen", kritisierte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter am Dienstag in Hannover.
Nachdem in mehreren Schulen Eltern dagegen protestiert hatten, dass sie bis zu 180 Euro allein für einen Taschenrechner zahlen sollten, hatte die Grünen-Abgeordnete die Landesregierung gefragt, welche finanzielle Belastung der Eltern diese für vertretbar hält.
Korter kritisierte, dass Kultusminister Busemann nicht bereit sei, eine maximale Belastungsgrenze für die Eltern festzulegen. "Wer glaubt, dass 21 Euro pro Monat allein für einen Schüler-Laptop für 90% der Eltern problemlos tragbar seien, der hat offenbar den Blick für die soziale Realität in unserem Land verloren", sagte die Grünen-Politikerin.
Es müsse nicht sein, dass jeder Gymnasiast superteure Taschenrechner oder gar einen eigenen Laptop besitze. "Ein hohes Einkommen der Eltern darf nicht wieder zur Zugangsvoraussetzung für höhere Bildungswege werden", sagte Korter und forderte die Landesregierung auf, eine Höchstgrenze festzulegen, bis zu der Eltern für die Anschaffung von Lernmitteln und für die Schulbuskosten belastet werden können.
Eine ausreichende Computer-Ausstattung der Schulen müsse über öffentliche Mittel finanziert werden. Als Ersatz für die bisherige Lernmittelfreiheit müsse eine sozial gerechte Lernmittelhilfe eingeführt werden und die Fahrt im Schulbus müsse kostenfrei bleiben.

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