Pressemeldung Nr. 58 vom

GRÜNE gegen Gabriels "Holland-Schwebebahn"

Die Landtagsgrünen haben die niedersächsische Landesregierung aufgefordert, endlich einen Schlussstrich unter das weit mehr als 10 Jahre dauernde „Transrapid-Theater“ zu ziehen. Ausser einer Verbindung von Cuxhaven nach Helgoland seien inzwischen fast alle möglichen Trassenführungen auf dem Markt gewesen, sagte am Dienstag in Hannover der verkehrspolitische Sprecher Stefan Wenzel. „Auch der alte Vorschlag des neuen Ministerpräsidenten für eine Holland-Linie macht das Projekt nicht vernünftiger. Alle wissen längst, dass der Transrapid ein Milliardengrab ist und bleibt.“ Zum Glück habe das auch der neue Bahnchef Mehdorn verstanden und selbst den Bundeskanzler zum Nachdenken gebracht.
Wenzel: „Nur der niedersächsischen Landesregierung schwebt offenbar noch eine andere Vorstellung von moderner Verkehrspolitik vor.“ Die technische Machbarkeit des Transrapid habe die Teststrecke im Emsland zwar gezeigt, eine weitere Anwendungsstrecke müsse aber auch die wirtschaftliche Machbarkeit beweisen. Dies sei nicht möglich.
So blockiere der „Subventionsmoloch Transrapid“ die Planungen für andere wichtige leistungsfähige und schnelle Bahnverbindungen, sagte der Grünen-Politiker. Mit dem gleichen Geld könne nicht nur die Schnellverbindung zwischen Hamburg und Berlin ausgebaut, sondern auch der Nahverkehr in Niedersachsen gewaltig verbessert werden.

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