Statement:Grüne: Gegen das Vergessen und für die Verantwortung
Zu erinnern heißt mehr, als zurückzublicken. Erinnern heißt, Verantwortung in der Gegenwart zu übernehmen. Wir alle stehen in der Pflicht, die Schicksale Tausender Opfer der Schoah und der systematischen Ermordung von Gegnern der Nationalsozialisten wach zu halten.
Heute vor 81 Jahren befreiten britische Truppen die inhaftierten Menschen des KZ Bergen-Belsen. Mehr als 52.000 Kinder, Frauen und Männer fielen dort den Gräueltaten im Namen der Nationalsozialisten zum Opfer. Dazu sagt Detlev Schulz-Hendel, Vorsitzender der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag:
Bergen-Belsen ist der Ort in Niedersachsen, an dem wir an das unfassbare Leid Tausender entrechteter, entwürdigter und ermordeter Menschen erinnern. Die Befreiung heute vor 81 Jahren bedeutete für einige die Rettung, für viele andere kam sie zu spät.
Zu erinnern heißt mehr, als zurückzublicken. Erinnern heißt, Verantwortung in der Gegenwart zu übernehmen. Wir alle stehen in der Pflicht, die Schicksale Tausender Opfer der Schoah und der systematischen Ermordung von Gegnern der Nationalsozialisten wach zu halten.
Verantwortung heißt deswegen, jeder Form von Menschenfeindlichkeit entschieden entgegentreten. Die Worte ,Nie wieder‘ gelten. Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus wieder anwächst, in der Hass und Ausgrenzung wieder lauter werden, ist das Erinnern in Bergen-Belsen und an anderen Orten des Schreckens keine bloße Geste. Erinnerung bedeutet, Haltung zu zeigen, Widerspruch zu leisten und die Würde jedes Menschen kompromisslos zu verteidigen. Es liegt an uns und jedem einzelnen, ob wir der Pflicht zum Erinnern gerecht werden.