Pressemeldung Nr. 307 vom

Überflüssig und gefährlich GRÜNE gegen Anbau gentechnisch veränderter Rüben

Auf Protest der Landtagsgrünen sind die Pläne der Kleinwanzlebener Saatzucht (KWS) für den Freilandanbau gentechnisch veränderter Zuckerrüben gestoßen. "Das ist der gentechnikfreundlichen Politik der Landesregierung zuzuschreiben, die nach dem Anbau von Genraps und Genmais nun auch den Anbau von Genrüben in Niedersachsen hinnimmt", sagte der agrarpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein am Mittwoch in Hannover und verwies darauf, dass weiterhin 80% der Bevölkerung Gentechnik in Lebensmitteln ablehnt.

"Die Roundup-Gentech-Rübe ist so überflüssig wie ein Kropf." Die von der KWS behauptete "Nachhaltigkeit" der Rübe durch eine geringere Aufwandmenge an Pflanzenschutzmitteln sei in der Praxis in den USA bei gentechnisch verändertem Raps bereits gescheitert. Schon nach wenigen Anbauperioden mussten dort die Herbizidmengen gesteigert werden. Auch sei das Verhalten des Roundup-Wirkstoffs Glyphosat und seiner Zerfallsprodukte im Boden nach wie vor nicht ausreichend erforscht; bekannt sei bisher nur die tödliche Wirkung auf Frösche und Fische.

Klein: "Der Ökolandbau zeigt, dass Nutzpflanzen ohne Pflanzenschutzmittel gedeihen und gute Erträge bringen. Die Vorteile sind schadstofffreie, den Boden entlastende und klimafreundlich erzeugte Produkte durch Nichtanwendung von Agrochemie."

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