Pressemeldung Nr. 207 vom

Land muss bei energetischer Sanierung von Gebäuden mit gutem Beispiel vorangehen GRÜNE für bedarfsorientierten Gebäudepass

Die Landtagsgrünen haben die ab morgen (Dienstag) erforderliche Vorlage eines Energieausweises für Gebäude und Wohnungen, die vor 1965 errichtet wurden, als "gute Möglichkeit für mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt" begrüßt. Allerdings sei die jetzt noch mögliche Wahl zwischen dem verbrauchsorientierten Ausweis und dem Bedarfsausweis ein unnötiges Schlupfloch, sagte die bau- und wohnungspolitische Sprecherin Miriam Staudte am Montag in Hannover. Die Grünen-Politikerin appellierte an Hausbesitzer auf den bedarfsorientierten Ausweis zu setzen, denn dieser liefere objektive Daten, die nicht vom individuellen Verbrauchsverhalten abhängen. "Nur so wird klar, in welchem Ausmaß ein Gebäude vom standardisierten Energieverbrauch abweicht." Auf diese Weise werde der Anreiz, in die energetische Sanierung von Häusern zu investieren, erhöht.

Im Bereich des Wohnungsbestandes sei es darüber hinaus überfällig, die energetische Sanierung von Wohnungen ohne die Einschränkungen der Einkommensgrenzen des sozialen Wohnungsbaus mit einem Förderprogramm voranzutreiben. Erfahrungen mit dem bisherigen Landeswohnungsbauprogramm hätten gezeigt, dass Fördermittel sonst nicht abgerufen würden.

Staudte: "Was für den Klimaschutz von privaten Haus- und Wohnungsbesitzern verlangt wird, muss allerdings auch für die Liegenschaften der öffentlichen Hand gelten. Die Landesregierung muss deshalb mit gutem Beispiel vorangehen und die energetische Sanierung des eigenen Gebäudebestandes zügig in Angriff nehmen."

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