Pressemeldung Nr. 509 vom

GRÜNE fragen nach Flüchtlingsschicksal: Aus Braunschweig abgeschobener Kurde zu Tode gefoltert?

Aufklärung über das Schicksal des syrischen Flüchtlings Hussein Daoud, der im Dezember 2000 aus Braunschweig abgeschoben wurde, hat die innenpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag Silke Stokar heute (Freitag) von der Landesregierung gefordert.
Wie erst jetzt bekannt wurde, war der Kurde sofort nach seiner Ankunft auf dem Flughafen in Damaskus verhaftet und nach Berichten von Verwandten und des Syrian Human Rights Comitee im Gefängnis schwer gefoltert worden.
Es gibt die Befürchtung, dass er an den Folgen der Folter gestorben ist.
In einem Brief an Außenminister Joschka Fischer hat Stokar dringend um Aktivitäten zur Klärung des Schicksals des Kurden gebeten und sich für einen sofortigen Abschiebestopp nach Syrien ausgesprochen.
Vom Niedersächsischen Innenministerium fordert die Grünen-Politikerin, zukünftig den Innenausschuss über solche schwerwiegenden Vorfälle sofort nach Bekanntwerden zu unterrichten.
msp

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