Pressemeldung Nr. 77 vom

Zahlen über Einsatz von Fremdfirmen möglicherweise unvollständig:GRÜNE fordern vor nächster PUA-Sitzung mehr Informationen zum Gesundheitsmonitoring Asse

„Es ist zu befürchten, dass nicht alle der dort tätigen Fremdfirmen erfasst sind und auch die Zahl der dort beschäftigten Mitarbeiter unvollständig ist“, sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel.

Die Landtagsgrünen haben in einem Schreiben an die "Projektsteuerung Gesundheitsmonitoring Asse" zusätzliche Informationen über die Zahl der möglicherweise Strahlenbelastungen ausgesetzten Beschäftigten im Asse-Bereich angefordert. "Es ist zu befürchten, dass nicht alle der dort tätigen Fremdfirmen erfasst sind und auch die Zahl der dort beschäftigten Mitarbeiter unvollständig ist", sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel heute (Donnerstag) in Hannover. Diese Bereiche sind nach Ansicht des Grünen-Politikers deshalb mit besonderer Aufmerksamkeit zu untersuchen, weil es zum Beispiel in Atomkraftwerken durchaus üblich sei, Arbeiter von Fremdfirmen und Leiharbeiter in besonders belasteten Bereichen einzusetzen.

Wenzel will zudem wissen, welche Annahmen zur biologischen Wirksamkeit von radioaktivem Wasserstoff getroffen wurden und welche Untersuchungen zum Geschlechterverhältnis bei den Geburtenzahlen vorliegen.

Der Leiter des Gesundheitsmonitoring ist in der kommenden Woche als Sachverständiger in den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss Asse (PUA) im Niedersächsischen Landtag geladen. Außerdem sollen zwei ehemalige Beschäftigte als Zeugen gehört werden. In einem umfangreichen Schreiben haben die Grünen offene Punkte und Fragen aufgelistet, die in der kommenden Woche zur Sprache kommen sollen.

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