Pressemeldung Nr. 1000 vom

Grüne fordern neue Wohnheimplätze für Studenten

Angesichts wachsender Probleme in der Wohnraumversorgung von Studenten fordert die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Grüne eine Neuauflage der Bauprogramme von Bund und Land. "Wissenschaftsminister Oppermann kann nicht überzeugend für mehr Internationalität an den Hochschulen werben, wenn gerade ausländische Studierende sich in Niedersachsen monatelang auf Wohnungssuche begeben müssen", erklärte der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion Michel Golibrzuch am Freitag in Hannover.
Erforderlich seien zusätzliche Wohnheime an mehreren Standorten im Land. Lüneburg, Hannover oder Osnabrück könnten, auch über den privaten Wohnungsmarkt, den Bewerbern kaum noch bezahlbare Unterkünfte vermitteln. Vor dem Hintergrund der außenpolitischen Entwicklung seien ausländische Studierende hiervon in besonderer Weise betroffen.
Der Grünen-Politiker schlägt deshalb vor, dass Niedersachsen sich für ein Aktionsprogramm von Bund und Ländern einsetzt, um dem akuten Wohnraummangel Abhilfe zu schaffen. Notfalls müsse das Land neue Wohnheimplätze vorfinanzieren. Gefordert seien auch die Kommunen, über städtische Wohnungsbaugesellschaften den Studentenwerken hochschulnahe Immobilien zur Bewirtschaftung zu überlassen. Golibrzuch: "Will man vermeiden, dass im Wintersemester 2002 von den Studentenwerken Matratzenlager vermittelt werden, muss jetzt gehandelt werden."
mg

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