Pressemeldung Nr. 359 vom

Neue Datenaffären in der deutschen Wirtschaft GRÜNE fordern mehr Kontrollen und besseren technischen Da-tenschutz

 

Die Landtagsgrünen haben ihre Forderung nach einem modernen technischen Datenschutz und einer besseren Ausstattung der unabhängigen Datenschutzbehörden erneuert. Die Serie der Datenpannen in deutschen Konzernen reiße nicht ab, sagte der innenpolitische Sprecher Ralf Briese am Donnerstag (heute) in Hannover, nachdem bekannt geworden war, dass der niedersächsische Finanzdienstleister AWD offenbar sehr lax mit seinen Kundendatenbanken umgegangen ist.

Der Datenschutzbeauftragte könne derzeit nur "winzige Proben im Ozean der Datenbanken und elektronischen Kundenkarteien" machen, sagte der Grünen-Politiker. "Die Kontrolldichte ist noch viel zu gering, um wirksamen Schutz zu entfalten. Es ist nötig, dass die Firmen Datenschutzkontrollen fürchten müssen."

Der ganze Vorgang werfe ein extrem schlechtes Licht auf die Sorgfalt und Vertrauenswürdigkeit deutscher Großunternehmen im Umgang mit den Daten ihrer Kunden. So sei es nach Medienberichten für freie Mitarbeiter kein Problem gewesen, ganze Kundendatensätze der AWD zu kopieren und damit zu Geld zu machen.

Briese: "Es ist extrem wichtig, dass dieser schlampige und illegale Umgang mit wichtigen persönlichen Kundendaten ans Licht kommt. Unternehmen müssen die Marktmacht der Verbraucher zu spüren bekommen – nur dann ändern sie ihr Verhalten. Die Aufklärungsarbeit des Journalismus werden wir mit allen politischen Mitteln verteidigen."

 

Zurück zum Pressearchiv