Pressemeldung Nr. 240 vom

GRÜNE fordern Kurswechsel in der niedersächsischen Flüchtlingspolitik - Besonders Kinder leiden

Die Landtagsgrünen haben von der Landesregierung einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik gefordert. "Vor allem Kinder müssen geschützt werden. Sie leiden besonders unter der Fluchtsituation", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ursula Helmholdam Montag in Hannover. Sie verwies auf die Zahlen einer aktuellen Studie aus Hamburg, nach der dort 60% der Flüchtlingskinder an psychischen Störungen leiden und fast 20% suizidgefährdet sind.

Auch der Selbstmordversuch einer kongolesischen Asylbewerberin in der Ausländerbehörde des Landkreises Diepholz in Syke zeige die Verzweiflung, in die Menschen gedrängt werden, die bei uns Hilfe und Zuflucht suchen, sagte die Grünen-Politikerin.

Helmhold kritisierte in diesem Zusammenhang die Umsetzung der Bleiberechtsregelung in Niedersachsen, die nach wie vor strikt auf Ablehnung ausgerichtet sei. "Der jüngste Vorfall sollte für Innenminister Schünemann Mahnung und Anlass sein, die humanitären Aspekte in den Vordergrund seiner Flüchtlingspolitik zu stellen.

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