Pressemeldung Nr. 963 vom

Grüne fordern Fahrradland Niedersachsen

Die massiven Kürzungen für den Radwegebau durch die Landesregierung stößt auf heftige Kritik der grünen Landtagsfraktion. Der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsfraktion Stefan Wenzel warf der Landesregierung am Freitag (heute) in Hannover vor, die Kosten für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik einseitig den Kommunen aufzubürden. Wenzel forderte, bei der Grundsanierung bzw. beim Ausbau von Landesstraßen künftig in jedem Fall die Anlage eines Radweges vorzusehen. Außerdem müsse die Finanzierung von Radwegen an Landesstraßen nach der Prioritätenliste fortgeführt werden.
"Die überörtlichen Radwege leisten einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit, gerade bei Schulwegen. Aber auch aus umweltpolitischer Sicht und zur Stärkung des Tourismus ist ein weiterer Ausbau des Radwegenetzes unbedingt erforderlich," so Wenzel. Niedersachsen sei ein ideales Land für den Radwegetourismus und diese Branche boome wie kaum eine andere Reisebranche.
Wenzel geht davon aus, dass noch viel mehr Menschen ihre Wege mit dem Fahrrad zurücklegen würden, wenn sie auf sichere Wege zurückgreifen könnten. Das gelte ganz besonders für Kinder, aber auch für Familien, die mit Kindern unterwegs seien.
Im Haushaltsentwurf der Landesregierung ist für die nächsten Jahre eine Halbierung der Mittel für den Radwegebau vorgesehen. Außerdem sollen verstärkt die Kommunen zu einer Mitfinanzierung herangezogen werden. Dieses Vorgehen will die grüne Landtagsfraktion durch einen für die Landtagssitzung in der nächsten Woche eingebrachten Entschließungsantrag rügen lassen.

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